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Laktoseintoleranz (Laktose­unverträglichkeit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. August 2014)

Menschen mit einer Laktoseintoleranz vertragen keinen Milchzucker (Laktose) – ihr Körper ist nicht in der Lage, Milchzucker zu verdauen. Man bezeichnet die Laktoseintoleranz auch als Milchzucker­unverträglichkeit oder Laktoseunverträglichkeit.

Laktose ist ein sogenannter Zweifachzucker (Disaccharid) – er besteht aus den zwei Zuckerbausteinen Schleimzucker (Galaktose) und Traubenzucker (Glukose). Bei der Verdauung spalten Enzyme im Darm die Laktose in ihre beiden Bestandteile auf. Die kleineren Zuckereinheiten, also der Schleimzucker und der Traubenzucker, gelangen über die Schleimhaut des Dünndarms ins Blut. Der Körper nutzt die Zuckerbausteine vor allem zur Energiegewinnung.

Das spezielle Enzym, das den Milchzucker im Darm spaltet, heißt Laktase. Die Laktase funktioniert wie ein "Schneidewerkzeug", indem sie die Laktose in Schleimzucker und Traubenzucker "zerschneidet". Ein Laktasemangel führt zur Laktoseintoleranz: Der Magen-Darm-Trakt kann den Milchzucker dann nicht verdauen. Statt ins Blut, gelangt die Laktose bei einer Laktoseunverträglichkeit unverdaut in den Dickdarm. Dort vergären verschiedene Darmbakterien den Milchzucker zu Fettsäuren und Gasen, aber auch anderen Stoffwechselprodukten, welche die Darmschleimhaut reizen können.

Typische Anzeichen für eine Laktoseintoleranz sind Beschwerden wie:

Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa 15 von 100 Personen von einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Laktoseintoleranz betroffen. Wenn Sie unter unspezifischen Magen-Darm-Beschwerden leiden, könnte die Ursache dafür eine Laktoseunverträglichkeit sein. In diesem Fall ist es ratsam, Ihren behandelnden Hausarzt auf die Beschwerden anzusprechen und gegebenenfalls einen Laktosetoleranztest durchzuführen.

Eine Laktoseintoleranz kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen lässt sie sich nicht heilen. Die Betroffenen müssen durch Ausprobieren herausfinden, wie viel Milchzucker sie vertragen und ihre Ernährung entsprechend anpassen. Alternativ gibt es Präparate mit künstlich hergestellter Laktase, die Menschen mit einer Laktoseintoleranz vor den Mahlzeiten einnehmen können. Eine laktosefreie beziehungsweise laktosearme Diät ist bei Laktoseintoleranz empfehlenswert, um den typischen Beschwerden vorzubeugen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche laktosefreie Lebensmittel auf dem Markt, zum Beispiel Milch, Joghurt, Käse, Sahne oder Quark. Einige Käsesorten (vor allem älterer Käse) sind auch von Natur aus laktosearm oder -frei. Hier lohnt sich der Blick auf die Produktverpackung, denn in manchen Fällen sind diese Käsesorten als laktosefrei deklariert.

Wer weitgehend auf Milch und Milchprodukte verzichten möchte, sollte darauf achten, sich ausgewogen zu ernähren. So lässt sich Mangelerscheinungen vorbeugen, beispielsweise einem Calciummangel. Calcium ist in Milch und Milchprodukten enthalten und spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Ein Mangel an diesem Mineralstoff kann unter anderem zu Osteoporose (Knochenschwund) führen.






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