Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit)

Laktoseintoleranz (Milchzucker- unverträglichkeit, Laktose- unverträglichkeit)

Forum

Ernährung & Diäten

Porträt Dr. Christina Breidenassel Forenexpertin: Dr. Christina Breidenassel Forum Ernährung & Diäten
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit)

Stand: 26. April 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Menschen mit einer Laktoseintoleranz vertragen keinen Milchzucker (Laktose). Der Körper ist dabei nicht in der Lage, Milchzucker zu verdauen. Man bezeichnet die Laktoseintoleranz auch als Milchzuckerunverträglichkeit oder Laktoseunverträglichkeit.

Man sieht eine Flasche Milch, Käse und Butter.
Eine Laktoseintoleranz zeigt sich beim Verzehr von Milchprodukten.

Laktose ist ein sogenannter Zweifachzucker (Disaccharid) – er besteht aus den zwei Zuckerbausteinen Schleimzucker (Galaktose) und Traubenzucker (Glukose). Bei der Verdauung spalten Enzyme im Darm die Laktose in ihre beiden Bestandteile auf. Die kleineren Zuckereinheiten, also der Schleimzucker und der Traubenzucker, gelangen über die Schleimhaut des Dünndarms ins Blut. Der Körper nutzt die Zuckerbausteine vor allem zur Energiegewinnung.

Das spezielle Enzym, das den Milchzucker im Darm spaltet, heißt Laktase. Die Laktase funktioniert wie ein "Schneidewerkzeug", indem sie die Laktose in Schleimzucker und Traubenzucker "zerschneidet". Ein Laktasemangel führt zur Laktoseintoleranz: Der Magen-Darm-Trakt kann den Milchzucker dann nicht verdauen. Statt ins Blut, gelangt die Laktose bei einer Laktoseunverträglichkeit unverdaut in den Dickdarm. Dort vergären verschiedene Darmbakterien den Milchzucker zu Fettsäuren und Gasen, aber auch anderen Stoffwechselprodukten, welche die Darmschleimhaut reizen können.

Anzeichen für eine Laktoseintoleranz sind typische Beschwerden wie:

Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa 15 von 100 Personen von einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit betroffen. Wenn Sie unter unspezifischen Magen-Darm-Beschwerden leiden, könnte die Ursache dafür eine Laktoseunverträglichkeit sein. In diesem Fall ist es ratsam, Ihren behandelnden Hausarzt auf die Beschwerden anzusprechen und gegebenenfalls einen Laktosetoleranztest durchzuführen.

Eine Laktoseintoleranz kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen lässt sich eine Milchzuckerintoleranz nicht heilen. Die Betroffenen müssen durch Ausprobieren herausfinden, wie viel Milchzucker sie vertragen und ihre Ernährung entsprechend anpassen. Alternativ gibt es Präparate mit künstlich hergestellter Laktase, die Menschen mit einer Laktoseintoleranz vor den Mahlzeiten einnehmen können. Eine laktosefreie beziehungsweise laktosearme Diät ist bei Laktoseintoleranz empfehlenswert, um den typischen Beschwerden vorzubeugen. Mittlerweile gibt es zahlreiche laktosefreie Lebensmittel auf dem Markt, zum Beispiel Milch, Joghurt, Käse, Sahne oder Quark. Wer weitgehend auf Milch und Milchprodukte verzichten möchte, sollte darauf achten, sich ausgewogen zu ernähren. So lassen sich Mangelerscheinungen vorbeugen, beispielsweise einem Kalziummangel. Ein Mangel an diesem Mineralstoff kann unter anderem zu Osteoporose (Knochenschwund) führen.

Weiterlesen: Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit): Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Magen-Darm-Erkrankungen von A-Z. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2013 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.