Laktoseintoleranz (Laktose­unverträglichkeit): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. März 2016)

Die mit einer Laktoseintoleranz (Laktoseunverträglichkeit) verbundenen Symptome treten in der Regel unmittelbar oder wenige Stunden nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten oder anderen laktosehaltigen Lebensmitteln auf. Typische Symptome der Laktoseintoleranz sind:

Wie heftig die bei einer Laktoseintoleranz auftretenden Symptome sind, hängt vor allem von der Menge der aufgenommenen Laktose ab. Besonders laktosehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel:

  • (Mager-) Milchpulver
  • Kondensmilch
  • Eiscreme
  • Molke
  • Milch
  • Buttermilch
  • Frischkäse
  • Joghurt
  • Quark
  • Sahne

Verschiedene Milchprodukte: Käse, Milch und Butter. © Jupiterimages/Digital Vision

Eine Laktoseintoleranz zeigt sich beim Verzehr von Milchprodukten.

Zudem gilt allgemein: Je stärker der ursächliche Laktasemangel ausgeprägt ist, desto schwerer ist die Laktoseintoleranz. Die Symptome fallen dementsprechend am heftigsten aus, wenn von Geburt an ein vollständiger Laktasemangel (sog. Alaktasie) herrscht – was jedoch sehr selten ist. Dann reagieren die betroffenen Babys sehr stark auf kleinste Mengen Laktose. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, wie:

Da Milchzucker normalerweise die einzige Energiequelle für Säuglinge darstellt, führt ein vollständiger Laktasemangel bei ihnen zudem zu einem  Energiemangel in Geweben, die auf Traubenzucker als Energielieferant angewiesen sind, denn: Die betroffenen Babys können Laktose nicht in Traubenzucker und Schleimzucker spalten. Notwendig ist Traubenzucker beispielsweise für das Gehirn. Erhalten Babys mit schwerer angeborener Laktoseintoleranz ausschließlich Muttermilch, können somit schwere Hirnschäden entstehen.

Babys mit kongenitalem Laktasemangel benötigen also eine spezielle Ernährung, die vollständig laktosefrei ist und sie mit ausreichend Traubenzucker versorgt: So lässt sich verhindern, dass die Laktoseintoleranz solche schwerwiegenden Symptome zur Folge hat.


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