Läuferknie (Tractus-iliotibialis-Syndrom, ITBS): Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (24. Februar 2016)

Beim Läuferknie (Tractus-iliotibialis-Syndrom, ITBS) zielt die Therapie zunächst darauf ab, Ihre akuten Schmerzen zu lindern: Als Sofortmaßnahme können Sie das betroffene Knie kühlen (z.B. mit einem Eisbeutel). Um den Knieschmerz, die Entzündung und die Schwellung zu lindern, kommen Medikamente wie Schmerzmittel (sog. Analgetika) und entzündungshemmende Mittel (sog. Antiphlogistika) zum Einsatz.

Wenn Sie besonders starke Beschwerden im Läuferknie haben, kann der Arzt Ihnen zur Behandlung auch Betäubungsmittel (sog. Anästhetika) spritzen. Um das Läuferknie zu stabilisieren, können Sie eine Bandage anlegen.

Beim Läuferknie ist es im weiteren Verlauf der Therapie wichtig, das schmerzende Knie unbedingt zu schonen und eine Zeit lang nicht erneut zu belasten. Haben Sie ein iliotibiales Bandsyndrom, ist daher eine Laufpause von zwei bis drei Monaten sinnvoll. Wenn die für das Läuferknie typischen Knieschmerzen durch die Behandlung abgeklungen sind, können Sie ein leichtes Training wiederaufnehmen.

Achten Sie aber unbedingt darauf, das Läuferknie nicht übermäßig oder falsch zu belasten. Das Training kann mit vorsichtigen krankengymnastischen Übungen beginnen, um anschließend mit Geräteübungen langsam die Muskulatur wieder aufzubauen. Grundsätzlich ist es beim Läuferknie ratsam, dass alle Übungen unter fachlicher Anleitung erfolgen. Außerdem ist es im Rahmen der ITBS-Therapie in vielen Fällen sinnvoll, das Körpergewicht zu reduzieren, um erneuten Beschwerden durch ein iliotibiales Bandsyndrom vorzubeugen.

Linderung versprechen auch spezielle Massagen, welche die beim Läuferknie schmerzbedingt verkürzte Muskulatur an der Außenseite des Beins lockern und dehnen. Wenn ein iliotibiales Bandsyndrom mit wiederkehrenden, chronischen Knieschmerzen verbunden ist, kann eine Behandlung durch örtliche Wärmeanwendungen wohltuend sein.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst