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Kutane Leishmaniose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (21. Februar 2014)

Die kutane Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die die Haut und je nach Form auch die Schleimhäute befällt. Jede Leishmaniose wird durch bestimmte Parasiten der Gattung Leishmania ausgelöst.

Leishmaniosen kommen insbesondere in Südeuropa, Süd- und Mittelamerika, dem Vorderen Orient und Asien vor.

Bei der kutanen Leishmaniose ist die Haut von Parasiten befallen (lat. cutis = Haut). Einzellige Parasiten gelangen durch einen Insektenstich der Sand- oder Schmetterlingsmücke in die Haut. An der Eintrittsstelle entwickelt sich nach dem Stich ein schmerzloses Geschwür, das in der Regel nach mehreren Wochen oder Monaten abheilt und eine Narbe zurücklässt.

Je nachdem, welcher Erregertyp die Erkrankung hervorruft beziehungsweise in welcher Region die Erkrankung aufgetreten ist, unterscheidet man zwischen der kutanen Leishmaniose der "Alten Welt" und der kutanen Leishmaniose der "Neuen Welt" – letztere nimmt meist einen aggressiveren Verlauf.

Eine Sonderform der kutanen Leishmaniose der "Neuen Welt" ist die sogenannte mukokutane Leishmaniose. Diese betrifft nicht nur die Haut, sondern auch die Schleimhäute. Dabei befallen die Parasiten vor allem die Nasenschleimhaut, aber auch andere Schleimhäute wie etwa die der Genitalien, des Munds, Rachens oder Kehlkopfs.

Die Therapie der kutanen Leishmaniose richtet sich vor allem nach der Form der Erkrankung. Während die kutane Leishmaniose der "Alten Welt" oft ohne Therapie abheilt, muss der Arzt die kutane beziehungsweise mukokutane Leishmaniose der "Neuen Welt" in der Regel mit speziellen Wirkstoffen behandeln.

Eine Impfung gegen die kutane beziehungsweise mukokutane Leishmaniose gibt es bislang nicht. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie vorbeugen: Bei Reisen in besonders gefährdete Regionen sollten Sie auf einen entsprechenden Insektenschutz achten, so zum Beispiel durch entsprechende Kleidung oder durch ein Moskitonetz.

Die kutane Leishmaniose ist in Deutschland nicht meldepflichtig.



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