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Stand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Leishmanien benötigen für ihre vollständige Entwicklung zwei Wirte: In der Sand- oder Schmetterlingsmücke leben sie als begeißelte Form. Mit dem Speichel werden sie auf den zweiten Wirt (Wirbeltier) übertragen, wo sie in die Fresszellen des Immunsystems (Makrophagen), die sich an der Einstichstelle sammeln, eindringen und sich als geißellose Form durch Teilung vermehren. In seltenen Fällen, je nach Erreger und Reaktionslage des Erkrankten, können sich die Parasiten mit dem Blut- oder Lymphstrom regional verbreiten. Nimmt eine Mücke mit Leishmanien infiziertes Blut eines Wirbeltiers auf, wandeln sich die Leishmanien wieder in die begeißelte Form um und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Neben der direkten Übertragung von der Mücke auf den Menschen kann es auch zu einer indirekten Übertragung von anderen befallenen Wirbeltieren (wie etwa Hunden oder Nagetieren) auf den Menschen kommen). Mitunter übertragen sich die Erreger auch von Mensch zu Mensch. In äußerst seltenen Fällen kann eine werdende Mutter die Erreger vor der Geburt (pränatal) auf das Ungeborene übertragen. Auch die Übertragung über Blut- oder Organspenden ist möglich.
Die Inkubationszeit ist mit wenigen Tagen bis mehreren Monaten, manchmal auch Jahren, sehr variabel. Symptome der mukokutanen Leishmaniose treten mitunter erst bis zu 30 Jahre nach dem Insektenstich auf.
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