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Kurzsichtigkeit (Myopie)

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Kurzsichtigkeit: Definition

(Stand: 19. Dezember 2008)

Bei der Kurzsichtigkeit (Myopie) ist das Auge von der Hornhaut bis zur Netzhaut (= Augenachsenlänge) im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang, sodass der Brennpunkt parallel einfallender Lichtstrahlen vor der Netzhaut liegt. Nur die Strahlen von nahe gelegenen Objekten werden auf der Netzhaut vereinigt und ergeben so ein scharfes Bild.

Diese Abbildung zeigt den Lichteinfall im Auge auf die Netzhaut.
Normal geformter Augapfel
Augapfel
Verlängerter Augapfel

Ist ein Auge kurzsichtig, liegt sein Fernpunkt nicht im Unendlichen wie bei einem Normalsichtigen, sondern nahe am Auge (bei einer Kurzsichtigkeit von -2,0 Dioptrien zum Beispiel in 50 Zentimetern Abstand, bei einer Kurzsichtigkeit von -10,0 Dioptrien in zehn Zentimetern Abstand). Gegenstände in der Ferne werden also bei Kurzsichtigkeit unscharf auf der Netzhaut abgebildet. Dabei entstehen so genannte Zerstreuungskreise. Die Betroffenen können diese Zerstreuungsphänomene verringern (und somit die Bildschärfe verbessern), indem sie die Lider stark zusammenkneifen und blinzeln. Ein solches Blinzeln ist bei Kurzsichtigen häufig zu beobachten. Daher leitet sich auch die Bezeichnung Myopie ab: Der Begriff Myops kommt aus dem Griechischen und bedeutet Blinzelgesicht.

Weiterlesen: Kurzsichtigkeit: Ursachen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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