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Kreuzschmerzen

Alternative Maßnahmen

Stand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Alternative Maßnahmen können bei Kreuzschmerzen eine Behandlung ergänzen. Sie ersetzen jedoch nicht die gründliche Untersuchung mit Ausschluss anderer Grunderkrankungen, welche Kreuzschmerzen auslösen.

Alternativ zur Schulmedizin lassen sich mittels Entspannungsübungen, wie sie etwa beim Yoga oder der Progressiven Muskelentspannung praktiziert werden, die Muskeln lockern und damit auch Schmerzen lindern. Auch durch Akupunktur ist eine gute symptomatische Schmerzbehandlung möglich.

Bei leichten Kreuzschmerzen oder Schmerzen aufgrund von Verspannungen hilft häufig schon Wärme. Hierfür empfehlen sich:

  • Bäder mit Kräuterzusätzen: Diese sollten nicht länger als 15 Minuten dauern, eventuell mit anschließender Ruhezeit. Die Wassertemperatur sollte ungefähr der Körpertemperatur entsprechen, keinesfalls wärmer. Bei bereits angewärmter Muskulatur sind in der Badewanne leichte Dehn- und Streckübungen zu empfehlen. Auch regelmäßiges Schwimmen im Warmwasserbecken kann Kreuzschmerzen lindern.
  • Sauna: Personen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schilddrüsenüberfunktion oder akuten Infektionen sollten jedoch auf Saunagänge verzichten beziehungsweise sie mit ihrem Hausarzt abklären.
  • Warme Güsse: Für etwa zehn bis 15 Minuten mit einem harten Wasserstrahl auf die Hauptschmerzpunkte zielen.
  • Wärmepackungen (Fango, Paraffin und Moorschlamm).
  • Feuchtwarme Kompressen, Heizkissen und Wärmestrahler sind beliebte Hausmittel.
  • Wärmeumschläge: In der Apotheke erhältliche Wärmeumschläge erhitzen sich durch chemische Prozesse selbstständig auf 40 Grad Celsius und halten diese Temperatur über mehrere Stunden. Die Wärme lindert die Schmerzen und kann die Therapie auf natürliche Art unterstützen, sodass in vielen Fällen die Einnahme von Schmerzmitteln reduziert werden kann.
  • Wärmepflaster: Wärmepflaster enthalten zum Beispiel den Wirkstoff Capsaicin, welcher die Haut reizt, die Durchblutung anregt und hierüber die Therapie fördert. Hier sollte darauf geachtet werden, die Pflaster nicht mit Schleimhäuten in Verbindung zu bringen, da dies schwere Reizungen zur Folge haben kann.

Weiterlesen: Kreuzschmerzen: Verlauf

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