Kreuzschmerzen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Dezember 2015)

Bei Kreuzschmerzen stellt der Arzt die Diagnose aufgrund der Krankheitsgeschichte (Anamnese) und der typischen Symptome. Weitere Untersuchungen sind hilfreich, um der genauen Ursache der Schmerzen auf den Grund zu gehen. Bei Verdacht auf die angeborene Bechterew-Krankheit ergibt eine Röntgenuntersuchung ein typisches Bild. Gleichzeitig ist eine Blutuntersuchung sinnvoll, um nach dem Gewebsantigen HLA-B27 zu suchen. Diese Eiweißvariante kommt bei Morbus Bechterew-Patienten statistisch häufiger vor als bei Gesunden.

Vermutet der Arzt, dass Morbus Crohn hinter den Kreuzschmerzen steckt, stellt er die Diagnose durch eine Spiegelung (Endoskopie) des Magen-Darm-Trakts. Dabei entnimmt er kleine Gewebstücke (Biopsien), die er im Labor feingeweblich (histologisch) untersuchen lässt. Außerdem kann eine Spezialröntgenuntersuchung der Dünndarmpassage sinnvoll sein.

Ob das Iliosakralgelenk die Kreuzschmerzen auslöst, prüft der Arzt mit einer körperlichen Untersuchung. Zur Diagnose setzt er den sogenannten Mennell-Handgriff ein. Mit dieser Untersuchungstechnik kann der Arzt feststellen, ob bestimmte Bewegungen im Iliosakralgelenk schmerzhaft sind. Dies deutet dann auf eine Entzündung oder Blockierung hin.

Beim Mennell-Handgriff drückt der Arzt auf beide Darmbeinschaufeln, während sich der Patient in Bauchlage befindet – oder während er in Seitenlage das oben liegende Bein nach hinten überstreckt. Bei Kreuzschmerzen durch Probleme mit dem Iliosakralgelenk löst der Handgriff einen Schmerz aus.

Radiologische Untersuchungsmethoden beinhalten konventionelles Röntgen des Beckens sowie – bei der Frage nach Entzündungen oder Tumoren – Spezialuntersuchungen wie die Computertomographie (CT) und auch Magnetresonanztomographie (MRT) sowie nuklearmedizinische Untersuchungen wie die Knochenszintigraphie.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst