Kreuzschmerzen: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Dezember 2015)

Kreuzschmerzen sind laut Definition Beschwerden, die den unteren Rücken betreffen. Sie gehen häufig vom Iliosakralgelenk aus, welches Mediziner auch als Kreuzbein-Darmbeingelenk oder Sakroiliakalgelenk bezeichnen. Das Iliosakralgelenk verbindet die Hüftknochen mit dem unteren Abschnitt der Wirbelsäule, genau genommen dem Kreuzbein. Eine Form von Kreuzschmerzen ist das sogenannte Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom).

Kreuzschmerzen können außerdem durch Beschwerden der Lendenwirbelsäule ausgelöst werden. Die Lendenwirbelsäule ist der Bereich, in welchem der untere Rücken ein leichtes Hohlkreuz bildet. Schmerzen in diesem Bereich sind die häufigste Form von Rückenschmerzen.

Bei Kreuzschmerzen sprechen Mediziner auch vom sogenannten Lumbalsyndrom. Je nach Stärke der Schmerzen und der Art weiterer Symptome teilen sie das Lumbalsyndrom in drei Stadien ein.

  • Lokales Lumbalsyndrom: Die Kreuzschmerzen beschränken sich auf den Bereich der Lendenwirbelsäule.
  • Lumbales Wurzelsyndrom: Die Kreuzschmerzen strahlen ins Bein aus.
  • Alarmierendes Lumbalsyndrom: Weitere Symptome wie Lähmungen oder Harn- und Stuhlinkontinenz treten auf.

Anatomie des unteren Rückens

Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 24 Wirbeln der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie 8 bis 10 verwachsenen Wirbeln, die das Kreuz- und Steißbein bilden. Die Wirbel nehmen zur Lendenwirbelsäule hin an Größe zu. Das Verhältnis von der leichteren Knochensubstanz, den Knochenbälkchen (Spongiosa), zur kompakten Knochensubstanz im Wirbelkörper nimmt ebenfalls zu, da die Belastung der Wirbelsäule zur Lendenwirbelsäule hin ansteigt. Im unteren Rücken lastet also besonders viel Gewicht auf der Wirbelsäule – deutlich mehr als zum Beispiel auf den Halswirbeln. Daher sind degenerative Veränderungen und Schmerzen (Kreuzschmerzen) im unteren Rücken besonders häufig.

Das Kreuzbein (Os sacrum) befindet sich unter den Lendenwirbeln und über dem Steißbein. Über das Kreuzbein-Darmbeingelenk (auch Iliosakralgelenk oder Sakroiliakalgelenk) ist es mit dem Becken (Pelvis) verbunden und bildet mit den Hüftbeinen (Os coxae) das knöcherne Becken oder den Beckengürtel. Das Kreuzbein besteht aus fünf Wirbeln, die miteinander verwachsen sind und dem Oberkörper eine feste Basis geben.


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