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Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Beim Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur) ist ein Kreuzband im Kniegelenk angerissen oder sogar vollständig gerissen. Die Folge: Das Knie ist instabil und der Gang insgesamt unsicher. Kreuzbandrisse sind häufige Sportverletzungen und kommen besonders oft beim Fußball oder beim Skifahren vor.

Jedes Kniegelenk hat innerhalb der Gelenkkapsel zwei Kreuzbänder: ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Die beiden Kreuzbänder verbinden im Kniegelenk den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia). Beide Kreuzbänder können reißen, wobei ein vorderer Kreuzbandriss wesentlich häufiger ist als eine hintere Kreuzbandruptur.

Ein Kreuzbandriss verursacht mehrere Symptome: Zum einen ist er im Knie deutlich zu spüren und auch als knackendes Geräusch zu hören. Es entstehen Schmerzen im Knie und das Knie schwillt an; oft bildet sich ein Gelenkerguss. Zum anderen ist das Knie durch die Kreuzbandruptur instabil, was sich wie folgt bemerkbar machen kann:

  • unsicherer Gang, spontanes Wegknicken im Gelenk
  • Gefühl, dass sich der Oberschenkel gegen den Unterschenkel verschiebt

Außerdem kann eine Kreuzbandruptur zu einem Leistungsverlust (der teils verzögert auftritt) und einer Streck- und Beugehemmung des Kniegelenks führen. Meistens ist ein Kreuzbandriss Teil einer umfassenderen Knieverletzung; Kreuzbandrisse können aber auch isoliert auftreten.

Erfahren Sie in unserem Video zum Kreuzbandriss, welche Aufgabe die Kreuzbänder haben und wie sich ein Kreuzbandriss bemerkbar macht!

Wie die gegen einen Kreuzbandriss eingesetzte Behandlung aussieht, hängt unter anderem davon ab, ob die Betroffenen sportlich aktiv sind, welches Kreuzband gerissen ist und ob außer dem Kreuzband weitere Strukturen im Knie verletzt sind. Neben nicht-operativen (konservativen) Maßnahmen mit Muskelaufbau und Kältetherapie kommt – vor allem für Menschen, die aktiv Sport treiben und einen vorderen Kreuzbandriss haben – eine Operation infrage: Hierbei wird den Betroffenen eine intakte Sehne eingesetzt, um das gerissene Band zu ersetzen.

Bis etwa ein Jahr nach der Operation sind Risikosportarten, die das Knie stark belasten, tabu. Eine Ausnahme bilden Leistungssportler, die damit wieder früher beginnen können.



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