Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2016)

Bei einem Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur) kann der Arzt die Diagnose äußerlich anhand der vorhandenen Kniebeschwerden stellen. Verschiedene Bewegungstests, wie der sogenannte Lachman-Test, können zeigen, ob (wie beim Kreuzbandriss typisch) der Gang unsicher ist, die Gelenke wegknicken und das Knie instabil ist.

So zeigt zum Beispiel das sogenannte Schubladen-Zeichen, wo die Kreuzbandruptur liegt: Wenn es möglich ist, das Schienbein wie ein Schublade gegenüber dem Oberschenkel nach hinten zu verschieben (= hinteres Schubladen-Zeichen), ist das hintere Kreuzband gerissen; lässt sich das Schienbein hingegen nach vorne verschieben (= vorderes Schubladen-Zeichen), liegt ein vorderer Kreuzbandriss vor. In der akuten Phase können die verletzungsbedingten Schmerzen allerdings so stark sein, dass die Kreuzbandriss-Diagnose mithilfe solcher Tests erschwert ist.

Um Frakturen ausschließen, kommt bei einem Kreuzbandriss zur Diagnose außerdem eine Röntgenuntersuchung des Knies zum Einsatz. Röntgenaufnahmen sind allerdings nicht geeignet, um das gerissene Kreuzband selbst darzustellen. Jedoch ist bei einer vorderen Kreuzbandruptur in Einzelfällen (v.a. bei Kindern) der knöcherne Ansatzpunkt des Kreuzbands ausgerissen, was dann im Röntgenbild zu sehen ist.

Um die Kreuzbandruptur selbst nachzuweisen, ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) geeignet, mit der das Kreuzband erkennbar ist. Mögliche Begleitverletzungen kann der Arzt bei dieser Untersuchung ebenfalls diagnostizieren. Eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) kommt bei einem Kreuzbandriss selten nur zur Diagnose zum Einsatz, sondern erfolgt in der Regel zusammen mit einer gleichzeitigen Behandlung.


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