Kretinismus: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Ein Kretinismus lässt sich durch eine rechtzeitige Therapie abwenden: Für diese Entwicklungsstörung bei Kindern ist ein Mangel an Schilddrüsenhormonen verantwortlich, der gut zu beheben ist.

Es geht weniger darum, den Kretinismus zu behandeln, als ihn bereits im Vorfeld zu verhindern.

Um einen Kretinismus  zu verhindern, bekommen Kinder mit einem Schilddrüsenhormonmangel frühzeitig Medikamente, welche die fehlenden Hormone enthalten. Diese Hormonbehandlung bei Neugeborenen unterscheidet sich nicht von der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bei Erwachsenen.

Die sogenannte Hormonsubstitution (substituieren = ersetzen) bei Schilddrüsenhormonmangel ist ein Leben lang notwendig.
Achtung: Eine Unterbrechung der Therapie kann auch später noch dazu führen, dass das Kind die für Kretinismus typischen Wachstums- und Intelligenzstörungen entwickelt!

Die gegen Kretinismus beziehungsweise Schilddrüsenhormonmangel wirksamen Schilddrüsenhormone kann man heute künstlich herstellen. Neugeborene bekommen das Schilddrüsenhormon T4 in Form von Tabletten. Während der Behandlung ist es wichtig, den Hormonstatus regelmäßig zu kontrollieren.


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