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Forenexpertin: Jenny Latz
Forum Haarausfall
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Stand: 13. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die momentan effektivste und mit Studien gut belegte Therapie der ausgeprägten Alopecia areata ist die äußerliche Immuntherapie mit dem Wirkstoff DCP (Diphenylcyclopropenon). Dieses Verfahren setzen Ärzte vor allem dann ein, wenn der kreisrunde Haarausfall mehr als etwa ein Drittel der Kopfhaut umfasst. Der Immuntherapie mit DCP geht häufig eine erfolglose Behandlung mit Kortikoiden voraus. Es handelt sich dabei um einen sogenannten "individuellen Heilversuch" – DCP ist nicht offiziell für die Therapie der Alopecia areata zugelassen.
Ziel der Behandlung ist es, dass DCP eine Reaktion vom Typ der allergischen Kontaktallergie (Allergie vom Typ IV) auslöst. Zuvor muss der Patient sensibilisiert werden, also gegen DCP empfindlich werden. Ist dies geschehen, trägt der Arzt den Wirkstoff wöchentlich erneut auf und löst somit wiederholt ein sogenanntes allergisches Ekzem aus. Es geht mit geröteter Haut, Juckreiz und eventuell mit geschwollenen Lymphknoten einher. In manchen Fällen reagiert der Betroffene zu stark und es entsteht ein überschießendes Ekzem. Die normale Reaktion sollte im Laufe der Behandlung immer wieder auftreten, dies spricht dafür, dass die Therapie wirkt. Dann erhöht sich die Chance, dass die Haare nach etwa ein bis sechs Monaten wieder wachsen und im besten Fall keine kahlen Stellen mehr verbleiben (sog. Remission).
Auch für eine Therapie mit DCP gilt, dass sie umso schwieriger ist, je länger der kreisrunde Haarausfall schon besteht und je ausgeprägter er war. Patienten müssen damit rechnen, dass die örtliche Behandlung mit DCP nur so lange wirkt, wie sie eingesetzt wird. Um die Therapie erfolgreich und sicher durchzuführen, sollten Betroffene sich nur an speziell geschulte, mit der DCP-Therapie vertraute Ärzte wenden.
Darüber hinaus kann kreisrunder Haarausfall auch mithilfe von UV-A-Strahlen therapiert werden (PUVA-Therapie). In manchen Fällen kann eine örtliche Reiztherapie mit dem Wirkstoff Dithranol in Betracht gezogen werden. Dithranol wird üblicherweise in der Therapie der Schuppenflechte eingesetzt – klinische Studien zur Wirksamkeit bei kreisrundem Haarausfall gibt es nicht.
Als wirkungslos, unzureichend oder meist enttäuschend sehen Experten folgende Therapien an:
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