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Knochenmarktransplantation & Blutstammzelltransplantation

Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die kombinierte Knochenmarktransplantation und Blutstammzelltransplantation ist eine Therapiemethode zur Behandlung von schweren Formen der Blutarmut (aplastischen Anämien), angeborenen Immundefekten, Leukämien (Blutkrebs), bösartigen Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs) und anderen Tumoren. Ziel ist es, das blutbildende System zu regenerieren.

Das Knochenmark enthält sogenannte pluripotente Stammzellen, aus denen sämtliche Zellen des Bluts und des Immunsystems entstehen. Diese Stammzellen garantieren lebenslang den Nachschub und die Neubildung der Blutzellen. Ist die Zellbildung aus den Stammzellen beeinträchtigt, können intakte Zellen aus Knochenmark, Blut oder Nabelschnurblut eines Spenders transplantiert werden. Damit die transplantierten Zellen des Spenders nicht vom Körper des Empfängers abgestoßen werden, muss das "neue" Knochenmark dem "alten" in seinen sogenannten HLA-Merkmalen sehr ähnlich sein. HLA-Merkmale (humane Leukozytenantigene) sind bestimmte Eiweiße auf den Oberflächen der weißen Blutzellen (Leukozyten).

Die Knochenmarktransplantation kann entweder allogen oder autolog erfolgen. Bei der allogenen Übertragung erhält der Erkrankte das Knochenmark eines Spenders. Am besten geeignet sind Geschwister, da ihre HLA-Gewebemerkmale am besten übereinstimmen. Im Idealfall besteht die Möglichkeit, das Knochenmark des eineiigen Zwillings des Betroffenen zu transplantieren (syngene Transplantation). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwisterkinein geeigneter Spender ist, liegt bei etwa 25 Prozent. Bei 30 Prozent der Betroffenen wird in der Familie ein geeigneter Knochenmarkspender gefunden. Ist dies nicht der Fall, muss in einem Knochenmarkregister nach einem Fremdspender gesucht werden. In etwa 75 Prozent der Fälle wird auf diese Weise innerhalb von drei Monaten ein Spender gefunden.

Bei der autologen Knochenmarktransplantation erhält der Betroffene eigenes Knochenmark, welches ihm in einer Phase der Krankheitsbesserung (Remission) entnommen und speziell behandelt wurde. Dabei kann allerdings nicht sicher ausgeschlossen werden, dass keine schädlichen Zellen mehr im Knochenmark enthalten sind, die dann wieder in den Körper gelangen. Welche Methode der Knochenmarktransplantation im Einzelfall geeignet ist, hängt unter anderem von der Art der Erkrankung ab und ob ein geeigneter Spender verfügbar ist.

Eine erfolgreiche Knochenmarktransplantation ist für viele Betroffene lebensrettend. Die Methode ist jedoch sehr belastend und birgt das Risiko von Komplikationen. Daher ist es wichtig, vorher die Risiken und den Nutzen gegeneinander abzuwägen.

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Knochenmarktransplantation

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