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Afterloading

Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Afterloading ist ein Verfahren, das bei einer besonderen Form der Strahlentherapie – der sogenannten Brachytherapie – eine wichtige Rolle spielt. Mithilfe von Afterloading platziert man ferngesteuert strahlendes Material in die direkte Nähe von Tumoren, um die Krebszellen zu bekämpfen. Gesundes Gewebe bleibt von der Strahlung weitgehend verschont. Außerdem sind Arzt und medizinisches Personal dank Afterloading keiner Strahlenbelastung ausgesetzt.

Die Strahlentherapie hat – neben Operation, Chemo- und Immuntherapie – seit vielen Jahren einen festen Platz in der Behandlung bösartiger Tumoren. Es gibt aber unterschiedliche Methoden der Bestrahlung: Geräte wie Linearbeschleuniger senden Strahlung aus, die Mediziner einsetzen, um Krebsgeschwulste durch die Haut hindurch zu bestrahlen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, radioaktive Substanzen – sogenannte Radioisotope – dicht an den Tumor heran zu bringen. Die Strahlung, die von diesem Material ausgeht, hat nur eine kurze Reichweite. Das heißt, sie durchdringt lediglich das umliegende, kranke Gewebe und kann so den Krebs zerstören. Diese Form der Strahlenbehandlung heißt Brachytherapie.

In den Anfängen der Brachytherapie musste das medizinische Personal das strahlende Material selbst am Körper des Patienten anbringen und fixieren – und war während dieser Tätigkeit der Strahlung ausgesetzt. Dank Afterloading ist das heutzutage anders: Bei Tumoren innerer Hohlorgane wie der Speiseröhre oder der weiblichen Geschlechtsorgane kann der Arzt Patienten einen Führungszylinder (Applikator) in die entsprechende Körperöffnung einführen. Der Applikator kommt dadurch dicht mit dem Tumor in Kontakt. Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) erhalten zum Beispiel einen Applikator durch die Scheide bis an den Gebärmutterhals. Mithilfe einer Röntgenaufnahme oder von Ultraschall kann der Strahlentherapeut kontrollieren, ob sich der Applikator an der richtigen Position befindet. Arzt und radiologisches Assistenzpersonal können dann den Behandlungsraum verlassen und vom Nebenraum aus den Applikator computergesteuert mit dem strahlenden Material nachträglich beladen. Daher heißt die Methode Afterloading – zu deutsch: Nachladetechnik oder Nachladeverfahren.

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Afterloading-Bestrahlung

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