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Ernährung bei Krebs

Ernährung bei Krebstherapie

Stand: 10. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Im Rahmen einer Krebstherapie ist meistens keine besondere Ernährung nötig. Die Krebstherapie kann jedoch vorübergehend die Ernährung beeinflussen.

Medikamente sollten generell genau nach Vorgabe und nur mit Wasser eingenommen werden, da es sonst zu Neben- oder Wechselwirkungen kommen kann.

Ernährung vor Operation

Besonders wenn ein Krebspatient aufgrund seiner Erkrankung viel Gewicht verloren hat, kann vor einer Operation eine Ernährungstherapie nötig sein, um den Organismus für die Operation zu stärken. Meistens reicht es aus, kalorienreiche Kost zu sich zu nehmen. In einigen Fällen muss jedoch Nahrung zugeführt werden, die den Verdauungstrakt nicht belastet. Dies kann in Form von Trinknahrung oder Infusionen geschehen.

Wurden Tumoren im Kopf-Hals-Bereich oder im Verdauungstrakt entfernt, wird in der ersten Zeit nach der Operation die Nahrung per Infusion oder Sonde zugeführt.

Ernährung bei Chemotherapie & Strahlentherapie

Im Rahmen einer Chemotherapie werden in der Regel Medikamente verabreicht, welche die Nebenwirkungen der Therapie, wie Übelkeit und Erbrechen, vermindern sollen. Diese können jedoch ihrerseits Nebenwirkungen wie gereizte Schleimhäute mit sich führen. Wird die Nahrungsaufnahme dadurch belastet, kann es helfen, bei der Ernährung während einer Chemotherapie auf Folgendes zu beachten:

  • Die Speisen können vorübergehend püriert werden.
  • Die Nahrung sollte nicht zu heiß sein.
  • Scharfkantiges sollte zeitweilig vermieden werden.
  • Gereizte Schleimhäute können vorübergehend mit speziellen Mundsprays leicht betäubt werden.

Selten ist im Rahmen einer Chemotherapie eine Magensonde notwendig.

Eine Strahlentherapie kann die Schleimhäute im gesamten Magen-Darm-Trakt reizen und zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen führen. Entzündungen im Mund können die Aufnahme fester Nahrung erschweren. Durch eine Strahlentherapie ausgelöste Speiseröhren-, Magenschleimhaut- oder Darmentzündungen lassen sich medikamentös behandeln. Wird der Verdauungstrakt bestrahlt, etwa im Rahmen einer Darmkrebs-Therapie, sollte nach ärztlicher Absprache zunächst nichts Blähendes oder schwer Verdauliches aufgenommen werden.

Ernährung bei Stammzelltherapie

Bei einer Stammzelltherapie wird das Immunsystem des Patienten regelrecht ausgeschaltet. Daher ist hier eine spezielle Ernährung nötig, die im Rahmen des stationären Aufenthalts bei einer Stammzelltherapie von Ärzten und Ernährungsexperten vorgenommen wird.

Ernährung bei Schmerztherapie

Eine Schmerztherapie kann Nebenwirkungen wie Verstopfung (Obstipation) mit sich führen. Da Hausmittel hier selten Wirkung zeigen, ist keine spezielle Ernährung bei der Schmerztherapie nötig. Die Verstopfung sollte ärztlich abgeklärt werden und wird in der Regel mit rezeptpflichtigen Abführmitteln behandelt.

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