Startseite > Krankheiten > Krebs > Ernährung bei Krebs > Ernährung bei Krebstherapie
Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 10. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Im Rahmen einer Krebstherapie ist meistens keine besondere Ernährung nötig. Die Krebstherapie kann jedoch vorübergehend die Ernährung beeinflussen.
Medikamente sollten generell genau nach Vorgabe und nur mit Wasser eingenommen werden, da es sonst zu Neben- oder Wechselwirkungen kommen kann.
Besonders wenn ein Krebspatient aufgrund seiner Erkrankung viel Gewicht verloren hat, kann vor einer Operation eine Ernährungstherapie nötig sein, um den Organismus für die Operation zu stärken. Meistens reicht es aus, kalorienreiche Kost zu sich zu nehmen. In einigen Fällen muss jedoch Nahrung zugeführt werden, die den Verdauungstrakt nicht belastet. Dies kann in Form von Trinknahrung oder Infusionen geschehen.
Wurden Tumoren im Kopf-Hals-Bereich oder im Verdauungstrakt entfernt, wird in der ersten Zeit nach der Operation die Nahrung per Infusion oder Sonde zugeführt.
Im Rahmen einer Chemotherapie werden in der Regel Medikamente verabreicht, welche die Nebenwirkungen der Therapie, wie Übelkeit und Erbrechen, vermindern sollen. Diese können jedoch ihrerseits Nebenwirkungen wie gereizte Schleimhäute mit sich führen. Wird die Nahrungsaufnahme dadurch belastet, kann es helfen, bei der Ernährung während einer Chemotherapie auf Folgendes zu beachten:
Selten ist im Rahmen einer Chemotherapie eine Magensonde notwendig.
Eine Strahlentherapie kann die Schleimhäute im gesamten Magen-Darm-Trakt reizen und zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen führen. Entzündungen im Mund können die Aufnahme fester Nahrung erschweren. Durch eine Strahlentherapie ausgelöste Speiseröhren-, Magenschleimhaut- oder Darmentzündungen lassen sich medikamentös behandeln. Wird der Verdauungstrakt bestrahlt, etwa im Rahmen einer Darmkrebs-Therapie, sollte nach ärztlicher Absprache zunächst nichts Blähendes oder schwer Verdauliches aufgenommen werden.
Bei einer Stammzelltherapie wird das Immunsystem des Patienten regelrecht ausgeschaltet. Daher ist hier eine spezielle Ernährung nötig, die im Rahmen des stationären Aufenthalts bei einer Stammzelltherapie von Ärzten und Ernährungsexperten vorgenommen wird.
Eine Schmerztherapie kann Nebenwirkungen wie Verstopfung (Obstipation) mit sich führen. Da Hausmittel hier selten Wirkung zeigen, ist keine spezielle Ernährung bei der Schmerztherapie nötig. Die Verstopfung sollte ärztlich abgeklärt werden und wird in der Regel mit rezeptpflichtigen Abführmitteln behandelt.
Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.