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Krebsforschung

Stand: 30. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die Krebsforschung gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist Grundlage neuer wirkungsvoller Therapien. Zudem ermöglicht sie, bestehende Therapien zu verbessern. Große Fortschritte gelingen durch die immer besser werdende Kenntnis der Biologie bösartiger Tumoren.

Hand hält Reagenzglas

Trotz der großen Erfolge in der Behandlung vieler Krebsarten gehören bösartige Erkrankungen weltweit zu den häufigsten Todesursachen und die Zahl der an Krebs Verstorbenen nimmt stetig zu. Ein wichtiger Grund für die Zunahme: Die Menschen leben immer länger und mit zunehmendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass man an Krebs erkrankt. Um der Herausforderung zu begegnen, betreiben oder unterstützen Forschungsinstitute von Universitätskliniken, öffentlich geförderte Einrichtungen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie Forschungsabteilungen der Pharmaindustrie und Gesellschaften wie die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) Krebsforschung. Die Krebsforschung bringt in dreierlei Hinsicht neue Erkenntnisse: über Krebsentstehung, Krebsvorbeugung und Krebsbehandlung.

In den letzten Jahren wurden zur Therapie von Krebs eine Reihe neuer Verfahren und Medikamente erforscht, weiterentwickelt und eingeführt. Die Entwicklung und Prüfung neuer Krebstherapien ist gesetzlich klar geregelt. Viele neue Krebstherapien befinden sich deshalb entweder noch in Laborversuch-Stadien oder in klinischen Studien. Klinische Studien werden unter strenger Beobachtung und Dokumentation an ausgewählten Patienten in speziellen Kliniken, Praxen oder Zentren durchgeführt. Jedes Medikament muss seine Wirksamkeit beweisen, bevor es als Therapie zugelassen wird.

Ein paar Zahlen sollen helfen, die Bedeutung von Krebs für die Menschheit und jeden Einzelnen besser nachvollziehen zu können: Die letzte Schätzung des Berliner Robert Koch-Instituts wies für das Jahr 2006 insgesamt knapp 430.000 Krebsneuerkrankungen in Deutschland aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit weltweit 11,5 Millionen Krebstoten im Jahr 2030. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 starben weltweit knapp 8 Millionen Menschen an einem bösartigen Tumor. In Deutschland erkranken Frauen im Mittel mit 68 Jahren an Krebs, Männer mit 69 Jahren. Für eine Frau beträgt das Risiko, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken, 38 Prozent, für Männer 47 Prozent.

Neben der Krebsforschung kommt der Krebsvorbeugung, der Prävention, eine wichtige Rolle zu, um die Häufigkeit von Krebs zu senken und die Prognose zu verbessern. Jeder kann selbst dazu beitragen, sein Risiko für eine Krebserkrankung zu verringern. Die WHO schätzt, dass vier von zehn Krebserkrankungen vermeidbar wären.

Wichtige Risikofaktoren sind:

  • Tabakkonsum (Rauchen): verantwortlich für weltweit 1,8 Millionen Krebstodesfälle pro Jahr
  • Übergewicht, Fettleibigkeit und zu wenig Bewegung: verantwortlich für knapp 275.000 Krebstodesfälle pro Jahr
  • Übermäßiger Alkoholkonsum: verantwortlich für gut 350.000 Krebstodesfälle pro Jahr
  • Sexuell übertragbare HPV-Infektion (humanes Papillomvirus): verantwortlich für knapp 235.000 Krebstodesfälle pro Jahr
  • Berufskrankheiten durch Kontakt zu krebserregenden Stoffen: verantwortlich für gut 150.000 Krebstodesfälle pro Jahr

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