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Krebsforschung

Deutsches Krebsforschungszentrum

Stand: 30. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg widmet seine Krebsforschung folgenden Feldern:

Zell und Tumorbiologie

Die Wissenschaftler dieses Bereichs gehen der Frage nach, was dazu führt, dass sich Zellen in eine bestimmte Richtung entwickeln und sich fortan auf unterschiedliche Aufgaben spezialisieren. Zwei Aspekten gilt das Hauptaugenmerk: Was steuert die Herstellung spezieller Eiweiße, die für eine Zelle typisch sind, und welche Veränderungen an den Genen sind die Grundlage dafür, dass ein Tumor entsteht?

Funktionelle und strukturelle Genomforschung

Fehlerhafte Gene sind Ausgangspunkt vieler Krebserkrankungen. Defekte Gene können vererbt werden oder spontan in Körperzellen auftreten. Ziel dieser Forschungsabteilung ist, die Gesamtheit der Erbanlagen (Genom) zu analysieren und so "kranke" Gene zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage, um neue Diagnose- und Behandlungsmethoden einzuführen.

Krebsrisikofaktoren und Vorbeugung

Experten dieser Arbeitsgruppe forschen auf drei Gebieten. Erstens: Dem Auffinden von Risikofaktoren für eine Krebserkrankung. Zweitens: der Krebs-Früherkennung. Und drittens: Vorgehensweisen, wie sich verhindern lässt, dass eine Krebserkrankung fortschreitet.

Tumorimmunologie

In der Tumorimmunologie geht es darum, zu verstehen, welche Vorgänge die Zellen des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) steuern. Drei Punkte sind dabei besonders interessant: die Vermehrung von Zellen, der sogenannte programmierte Zelltod (Apoptose) sowie Erkenntnisse, durch welche Vorgänge die Immunzellen reguliert und aktiviert werden. Ziel der Forscher ist es, weitere Erkenntnisse über die Bedeutung des Abwehrsystems bei Krebs, AIDS und Autoimmunerkrankungen zu erlangen.

Bildgebung und radiologische Onkologie

Die Mitarbeiter dieses Bereichs arbeiten daran, neues Wissen und neue Behandlungsweisen auf die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen zu übertragen. Im Falle der radiologischen Onkologie stehen bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, CT und MRT) und Techniken der Strahlentherapie im Fokus. Die medizinische Onkologie befasst sich hauptsächlich mit Fragen rund um die Themen Chemotherapie, Toxikologie (Lehre von den Giften) und Pathologie (Lehre von den Krankheiten). All dies zielt darauf ab, die Therapie eines Krebsleidens möglichst gut an die individuellen Voraussetzungen eines Patienten anpassen zu können.

Infektionen und Krebs

Manche Viren können Krebs auslösen. Daher untersuchen Wissenschaftler, wie es den Viren gelingt, die Zellen derart zu verändern, dass sie bösartig werden. Ebenfalls interessiert die Forscher, wie der Körper auf diese Viren reagiert und sich verteidigt. Ein Beispiel für ein unter bestimmten Bedingungen krebsauslösendes Virus ist das sogenannte humane Papillomvirus (HPV). Es spielt bei Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane eine Rolle.

Die Krebsforschung wird in Zukunft weitere Therapien hervorbringen. Trotz allem sollte jeder mit einer gesunden und selbstverantwortungsvollen Lebensweise dazu beitragen, sich vor Krebs zu schützen. Einige Tipps können helfen, das Risiko für Krebs zu senken:

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