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Chemotherapie

Durchführung

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Chemotherapie kann heute in den meisten Fällen ambulant ablaufen, ihre Durchführung erfolgt in Intervallen – sogenannten Behandlungszyklen. Behandlungsphasen wechseln sich dabei mit Behandlungspausen ab. Während einer Behandlungsphase werden die Medikamente (Zytostatika) entweder in Tablettenform, als Spritzen oder Infusionen über die Venen verabreicht. Zytostatika richten sich gegen Zellen, die sich schnell teilen – und greifen somit vor allem die bösartigen Krebszellen an, die rasch wachsen. Aber auch bestimmte gesunde Zellen – beispielsweise Schleimhautzellen – müssen sich schnell teilen, damit sich das Gewebe regelmäßig erneuert. Die Zytostatika ziehen auch dieses gesunde Gewebe in Mitleidenschaft. Die Behandlungspausen zwischen den Chemotherapie-Zyklen geben dem Körper die Möglichkeit, sich von diesen Nebenwirkungen zu erholen und angegriffenes gesundes Gewebe zu regenerieren. Gesundes Körpergewebe erholt sich schneller von einer Chemotherapie als Tumorgewebe.

Infusion im Krankenhaus

In der Regel sind mehrere Behandlungszyklen bei einer Chemotherapie notwendig. Dadurch werden auch Tumorzellen erfasst, die sich während eines vorangegangenen Zyklus in einer Ruhephase befanden und daher durch die Zytostatika nicht beeinflusst wurden.

Die Wirkung der Chemotherapie auf den Krebs lässt sich regelmäßig durch verschiedene Untersuchungen kontrollieren. Sie wird – abhängig vom jeweiligen Behandlungsziel – als erfolgreich gewertet, wenn der Tumor nicht gewachsen ist, wenn er sich verkleinert hat oder ganz verschwunden ist beziehungsweise wenn sich das subjektive Befinden des Erkrankten gebessert hat.

Wirkungsweise

Die in der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzten Chemotherapeutika hemmen die Vermehrung und das Wachstum der Tumorzellen. Sie werden daher Zytostatika (griech. kytos = Zelle; statikos = zum Stehen bringend) genannt. Zellen, die sich während der Chemotherapie nicht teilen, werden von den Wirkstoffen in der Regel nicht angegriffen. Je schneller sich Zellen vermehren, desto größer ist die Wirkung der Zytostatika. Dabei ist vor allem die Teilungsgeschwindigkeit der Krebszellen im Vergleich zur Teilungsgeschwindigkeit normaler Körperzellen von Bedeutung, da die Chemotherapie auf beide Zellgruppen wirkt. Viele Krebszellen vermehren sich besonders schnell und sind deshalb auch besonders empfindlich. Je größer der Geschwindigkeitsunterschied, desto besser kann die Chemotherapie einerseits die Tumorzellen schädigen und andererseits normale Körperzellen schonen.

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