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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 12. Oktober 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
An Lungenkrebs – auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom genannt – erkranken jährlich in Deutschland rund 50.000 Menschen. Ungefähr 90 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen sind oder waren Raucher. Aus diesem Grund zählt beim Lungenkrebs Rauchen zu den Hauptrisikofaktoren.
Bei Krebs entarten bestimmte Zellen des Körpers und vermehren sich unkontrolliert. Sie bilden eine Geschwulst, die – wenn sie sich in der Lunge befindet – als bösartiger Lungentumor bezeichnet wird. Bei Lungenkrebs geht die Zellveränderung hauptsächlich von den Schleimhautzellen der Bronchien aus.
Häufig entdecken Ärzte Lungenkrebs bei einer Röntgenuntersuchung, die aus einem anderen Grund erfolgte. Frühe Anzeichen für Lungenkrebs können Symptome wie anhaltender Husten und Atemnot sein – diese treten allerdings auch bei anderen und harmloseren Erkrankungen auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es bei Betroffenen mit Bronchialkarzinom zu blutigem Auswurf und Gewichtsverlust.
Mediziner unterscheiden grob zwei Arten von Lungenkrebs: Das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom. Die Lungentumor-Unterteilung ist wichtig für die Wahl der Therapieverfahren.
Der Begriff nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom fasst verschiedene Formen von Lungenkrebs zusammen. Diese Tumoren wachsen relativ langsam und überwiegend in begrenzten Bereichen der Lunge. Sie bilden langsamer Metastasen (Tochtergeschwulste). Die operative Entfernung der Krebsgeschwulst ist das vorrangige Ziel der Therapie.
Das kleinzellige Bronchialkarzinom ist ein seltenerer, allerdings wesentlich aggressiverer Lungentumor. Bei der Diagnose dieser Form des Lungekrebses stellen Mediziner häufig bereits Metastasen in anderen Organen fest. Das kleinzellige Bronchialkarzinom ist besonders "empfindlich" gegenüber einer Chemotherapie und auch gegenüber einer Strahlentherapie, weswegen diese Verfahren vorwiegend zum Einsatz kommen.
Die Prognose ist bei Lungenkrebs insgesamt ungünstig. Die Lebenserwartung hängt bei einem Lungenkarzinom vor allem von der Art des Tumors (kleinzelliges oder nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom) und dem Stadium ab. Bei frühen Stadien und besonders dann, wenn der Lungentumor vollständig entfernt wurde, überlebt die Mehrzahl der Betroffenen die ersten fünf Jahre.
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