Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Krebs > Hypophysentumor

Forum

Krebs- erkrankungen

Porträt Prof. Dr. Peter Wust Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust Forum Krebserkrankungen
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Hypophysentumor

Stand: 30. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Hypophysentumor ist eine überwiegend gutartige Neubildung der Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Am häufigsten tritt dieser Tumor bei 35- bis 45-Jährigen auf.

Die Hypophyse ist über einen dünnen Stiel mit dem Gehirn verbunden und setzt wichtige Botenstoffe mit unterschiedlicher Wirkung frei. Demnach spielt sie eine große Rolle für die hormonelle Regulation des Körpers. Entspringt ein Hypophysentumor dem Vorderlappen der Hypophyse (Adenohypophyse), handelt es sich um ein Hypophysenadenom. Hypophysenadenome machen den größten Anteil unter den Hypophysentumoren aus.

Ein Hypophysentumor kann hormonaktiv sein und zu einem Hormonüberschuss führen oder hormoninaktiv sein, was manchmal einen Hormonmangel verursacht. Der häufigste Hypophysentumor, das sogenannte Prolaktinom, bildet das Hormon Prolaktin.

Die durch ein Hypophysenadenom oder einen anderen Hypophysentumor verursachten Symptome sind unter anderem von den jeweiligen Hormontypen abhängig. Außerdem kann ein wachsender Hypophysentumor wichtige Strukturen im Gehirn, zum Beispiel Sehnerven oder Blutgefäße, einengen und entsprechende Anzeichen auslösen. Ein sich in der Hirnanhangdrüse bildender Tumor kann aber auch ganz ohne Symptome verlaufen: Bei einem Viertel aller Autopsien findet sich ein kleiner Hypophysentumor, der sich zu Lebzeiten nicht bemerkbar gemacht hat.

Neben einer ärztlichen Untersuchung und Hormonbestimmung im Blut bilden bildgebende Verfahren, wie Röntgen, CT und MRT, bei einem Hypophysentumor die wichtigste Diagnostik. Außer beim Prolaktinom besteht die gegen ein Hypophysenadenom oder einen anderen Hypophysentumor eingesetzte Therapie darin, den Tumor durch eine Operation zu entfernen; manchmal erfolgt auch eine Bestrahlung. Das Prolaktinom ist in der Regel durch Medikamente behandelbar.

Die Behandlung von Hypophysentumoren kann manchmal eine Hypophysenunterfunktion auslösen, die sich jedoch mit einem Hormonersatz ausgleichen lässt. Die Prognose ist beim behandelten Hypophysentumor in der Regel gut; sie hängt jedoch stark von der Art des Tumors und dem Zeitpunkt der Diagnosestellung ab.

Weiterlesen: Hypophysentumor: Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiet Krebs

Krankheitsgebiet Krebs

Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.