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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 27. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Hodenkrebs ist zwar insgesamt eher selten, jedoch treten bösartige Hodentumoren gehäuft bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auf. Dadurch ist Hodenkrebs bei Männern in diesem Alter die am häufigsten neu auftretende bösartige Tumorerkrankung.
Der Hodenkrebs entwickelt sich meistens aus den Keimzellen des Hodens, aus denen auch die Samenzellen (Spermien) hervorgehen. Die genauen Hodenkrebs-Ursachen sind noch ungeklärt. Zu den Risikofaktoren gehören eine erbliche Veranlagung und der Hodenhochstand (Maldescensus testis). Je nachdem, aus welchem Keimzelltyp der Hodentumor hervorgeht, handelt es sich um ein Seminom oder ein Nichtseminom. Diese Unterscheidung ist für die Therapie von Hodenkrebs wichtig.
Das wichtigste Anzeichen für Hodenkrebs ist eine schmerzlose, überwiegend einseitige Schwellung oder Verhärtung am Hoden, die langsam an Größe zunimmt. Weitere mögliche Hodenkrebs-Symptome sind (je nach Tumortyp und Stadium):
Zur Hodenkrebs-Behandlung stehen eine Operation, eine Chemotherapie und eine Strahlentherapie zur Verfügung. Die Wahl des Therapieverfahrens hängt in erster Linie von der Art und dem Stadium des Tumors ab.
Wenn es gelingt, einen Hodenkrebs rechtzeitig zu erkennen, besteht eine nahezu 100-prozentige Chance auf Heilung. Auch in späteren Stadien hat Hodenkrebs noch gute Heilungschancen; allerdings sind dann massivere Behandlungsmaßnahmen nötig, die entsprechend mehr Nebenwirkungen haben. Darum ist es wichtig, seine Hoden regelmäßig selbst zu untersuchen. Wenn sich dabei Veränderungen, die eventuell auf Hodenkrebs hindeuten, ertasten lassen oder andere mögliche Hodenkrebs-Anzeichen auftreten, ist ein Arztbesuch ratsam.
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