Krebs: Die gefürchtete Volkskrankheit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2018)

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Hierzulande erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs. Die Diagnose jagt den Betroffenen und ihren Angehörigen oft große Angst ein. Doch nicht immer ist eine Krebserkrankung lebensbedrohlich. Frühzeitig erkannt, lassen sich bestimmte bösartige Tumoren sogar vollständig beseitigen. Welche Krebsarten gibt es? Und wie läuft eine Krebstherapie ab?

Was ist Krebs?
Von Krebs sprechen Ärzte, wenn sich das Erbgut von Körperzellen so verändert, dass diese

  • sich unkontrolliert vermehren,
  • nicht von selbst absterben,
  • in benachbartes Gewebe eindringen und dieses zerstören und
  • sich im Körper ausbreiten und Tochtergeschwülste (sog. Metastasen) bilden können.

Der Körper besteht aus vielen verschiedenen Typen von Zellen, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Fast alle Zelltypen können entarten, das heißt, sich in Krebszellen verwandeln. Einige Zelltypen und Organe sind jedoch anfälliger für Krebs als andere. Deshalb gibt es häufige und seltene Krebsarten.

Bei Frauen kommen folgende Krebsarten am häufigsten vor:

Bei den Männern sind die häufigsten Krebsarten

Die genannten Krebserkrankungen treten anfangs nur an einer bestimmten Stelle als feste Geschwulste auf, sogenannte solide Tumoren. Diese können in benachbartes gesundes Gewebe einwandern und dieses zerstören. Auch können Krebszellen sich vom Tumor ablösen und über das Blut oder das Lymphsystem im Körper ausbreiten. Diese wandernden Krebszellen (sog. Metastasen) können sich als Tochtergeschwülste in anderen Organen ansiedeln.

Solide Tumoren lassen sich in zwei Gruppen aufteilen – Karzinome und Sarkome. Karzinome entstehen aus dem Deckgewebe der Haut (Epithelzellen), der Schleimhautzellen sowie der Drüsenzellen. Sarkome hingegen entstehen aus Weichteilgewebe wie Bindegewebe, Muskelgewebe und Fettgewebe oder aus Knochen. Sarkome kommen weitaus seltener vor als Karzinome.

Nicht immer beginnt Krebs mit einem Tumor

Es gibt auch Krebserkrankungen, die nicht von festen Geschwulsten ausgehen, sondern sich von Anfang an im ganzen Körper ausbreiten:

  1. Blutkrebs (Leukämie) entwickelt sich aus Blutzellen.
  2. Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) entwickelt sich aus Zellen des Lymphsystems. Es gibt das sogenannte Hodgkin-Lymphom und die Non-Hodgkin-Lymphome.

Diese Krebsarten bezeichnen Ärzte auch als bösartige (maligne) Systemerkrankungen. "Systemisch" bedeutet in der Medizin so viel wie "den gesamten Körper betreffend".

Nicht jeder Tumor bedeutet Krebs

Wenn Ärzte von "Tumoren" sprechen, ist nicht zwangsläufig Krebs gemeint. Es gibt auch gutartige (benigne) Tumoren, die sich im Gegensatz zu bösartigen Tumorarten nicht im Körper ausbreiten.

Zu den gutartigen Tumoren zählen

Wie und wo entstehen eigentlich Krebszellen? Die Antwort auf diese Frage sehen Sie in unseerem Video.

Krebs: Was sind die Ursachen?

Krebs entsteht, wenn sich das Erbgut gesunder Körperzellen so verändert, dass diese bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften verlieren beziehungsweise erlangen: 

  • Krebszellen können sich selbstständig und unbegrenzt vermehren. Gesunde Zellen teilen sich nur, wenn sie ein entsprechendes Wachstumssignal vom Körper erhalten. Zudem ist bei gesunden Zellen die Anzahl der Teilungen begrenzt.
  • Krebszellen reagieren nicht auf Signale des Körpers, die ihr Wachstum stoppen oder ihren Tod herbeiführen sollen. Dadurch ist die Krebszelle gewissermaßen unsterblich.
  • Krebszellen können sie sich durch den Körper bewegen. Gesunde Zellen bleiben normalerweise in dem Gewebe oder Organ, dem sie entspringen.

Die Verwandlung einer gesunden Zelle zur Krebszelle verläuft in mehreren Schritten und dauert oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Wie es dazu kommt, ist noch nicht für jede Krebsart genau geklärt. Man geht davon aus, dass Krebs durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren verursacht wird. Eine Rolle spielen können sowohl

  • die erblich bedingte Anfälligkeit eines Menschen für Krebs als auch
  • gewisse äußere Einflüsse:

Wichtig: Jede Krebsart hat andere Ursachen. Einige Krebsarten lassen sich vor allem auf äußere Einflüsse zurückführen. Lungenkrebs entsteht zum Beispiel meist durch Rauchen. Bei anderen Krebserkrankungen spielt die erbliche Veranlagung eine entscheidende Rolle – nicht aber der Lebensstil. Und auch durch Zufall können Erbgutveränderungen auftreten, die gesunde Zellen zu Krebszellen werden lassen.

Krebs: Auf welche Anzeichen sollte man achten?

Klassische "Krebsanzeichen", die für alle Formen von Krebs typisch sind, gibt es nicht. Gemein ist den Krebserkrankungen nur, dass sie zu Beginn normalerweise keine Beschwerden hervorrufen, sondern erst in späteren Stadien.

Welche Symptome dann auftreten, hängt in erster Linie davon ab, welches Organ betroffen ist: Hautkrebs macht sich etwa durch (meist sichtbare) Veränderungen der Haut wie Leberflecken bemerkbar, Darmkrebs durch Blut im Stuhl. Lungenkrebs führt unter anderem zu anhaltendem Husten. Ein Hirntumor kann sich durch allgemeine Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindel äußern.

Im Prinzip kann nahezu jede anhaltende, körperliche Veränderung ein Warnsignal für eine Krebserkrankung sein. Allerdings kommen neben Krebs meist noch zahlreiche andere Ursachen infrage: Eine häufige Ursache von Blut im Stuhl sind zum Beispiel Hämorrhoiden. Husten tritt oft als Folge einer harmlosen Erkältung auf. Und Kopfschmerzen können zig verschiedene Auslöser haben.

Wer Beschwerden verspürt oder an seinem Körper besorgniserregende Veränderungen bemerkt, sollte daher nicht gleich in Panik geraten: Oft stecken harmlose Ursachen dahinter. Trotzdem ist es sinnvoll, die Beschwerden möglichst frühzeitig abklären zu lassen. Je früher der Arzt die zugrunde liegende Erkrankung erkennt, umso größer ist die Chance auf Genesung – das gilt sowohl für Krebs, als auch für die meisten anderen Krankheiten.

Krebs: So stellt der Arzt die Diagnose

Es gibt vielerlei Verfahren, mit denen Ärzte bösartige Tumoren und andere Krebserkrankungen feststellen können. Welche Methode im Einzelfall geeignet ist, ist vor allem davon abhängig, welches Organ möglicherweise betroffen ist: Bei Verdacht auf Hautkrebs schneidet der Arzt die veränderte Hautstelle heraus und lässt das Gewebe untersuchen. Hat der Patient anhaltende Verdauungsprobleme, kann der Arzt eine Magen- und/oder Darmspiegelung anordnen.

Hier ein kurzer Überblick über weitere Untersuchungsverfahren und Tests, mit denen sich die meisten Krebsarten feststellen lassen:

Bildgebende Verfahren

Häufig entdecken Ärzte Tumoren und Metastasen per Zufall auf einer Röntgenaufnahme, die ursprünglich zu einem anderen Zweck erstellt wurde. Doch auch wenn bereits Verdacht auf Krebs besteht, nimmt der Arzt häufig als erstes eine Röntenuntersuchung vor. Zudem gibt es eine Form der Röntgenuntersuchung, die Ärzte zur Früherkennung von Brustkrebs einsetzen: die sogenannte Mammografie.

Neben dem klassischen Röntgen wenden Ärzte heute auch modernere Röntgenverfahren an. Dazu zählen etwa die Computertomographie (CT), die detailliertere Bilder von der verdächtigen Stelle liefert, sowie die Skelettszintigraphie. Letztere dient dazu, Tochtergeschwulste (Metastasen) im Knochen ausfindig zu machen.

Auch eine Ultraschalluntersuchung kann Ärzten helfen, Krebs zu erkennen. Sie liefert zwar keine so genauen Aufnahmen wie etwa ein CT und reicht daher nicht aus, um eine Diagnose zu stellen. Doch erfahrene Ärzte können auf dem Ultraschall oft schon erkennen, ob sich in dem untersuchten Körperteil bösartig verändertes Gewebe befindet oder nicht. Zysten oder Entzündungen beispielsweise lassen sich mithilfe des Ultraschalls klar von Krebs abgrenzen.

Ein weiteres bildgebendes Verfahren, welches in der Krebsdiagnostik eine wichtige Rolle spielt, ist die sogenannte Magnetresonanztomographie (MRT). Diese kommt ohne Röntgenstrahlung aus und eignet sich sehr gut zur Darstellung von Weichteilgewebe. Knochen hingegen lassen sich mit der MRT nicht so gut abbilden wie mit der CT.

Tumormarker im Blut

Wichtige Informationen liefert die Blutuntersuchung im Labor. Dabei wird das Blut unter anderem auf sogenannte Tumormarker untersucht. Das sind körpereigene Substanzen, die bei manchen Krebserkrankungen im Blut vermehrt vorkommen können. Die Tumorzellen bilden diese Substanzen selbst oder regen ihre Bildung an. Es handelt sich meist um bestimmte Zucker-Eiweiß-Moleküle.

Wichtig: Tumormarker liefern lediglich einen Hinweis auf eine Krebserkrankung. Sie können auch harmlose Ursachen haben. Andersherum treten Tumormarker nicht bei jeder Form von Krebs auf.

Gewebeuntersuchung

Ob sich im Gewebe des Patienten ein bösartiger Tumor gebildet hat, kann der Arzt in vielen Fällen auch ermitteln, indem er aus dem verdächtigen Bereich eine Probe entnimmt (Biopsie). Diese schickt er an ein Labor. Dort untersuchen Pathologen die Probe unter dem Mikroskop. Dabei können sie feststellen ob es sich bei dem Gewebe um gesunde Zellen oder um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.

Eine spezielle Form der Gewebeuntersuchung ist der sogenannte Pap-Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: Der Gynäkologe schabt mit einem feinen Spatel vorsichtig ein wenig Gewebe vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal ab. Die Patientin spürt dies gewöhnlich nicht. Im Labor werden die entnommenen Zellen unter dem Mikroskop auf krankhafte Veränderungen untersucht.

So bestimmt der Arzt das Ausmaß der Krebserkrankung

Wenn bereits klar ist, dass der Patient Krebs hat, ermittelt der Arzt, ob und wie stark sich der Tumor im Körper ausgebreitet hat. Dazu dient das sogenannte TNM-System, welches Tumoren nach verschiedenen Kriterien beurteilt:

  • T = Tumorgröße: Bei der Beurteilung der Tumorgröße reicht die Skala von T1 für kleine Tumoren bis T4 für große Tumoren.
  • N = Lymphknotenbefall: Bei N0 sind die Lymphknoten nicht befallen, N1 steht für den Befall von Lymphknoten in der nächsten Umgebung des Tumors, N2 und N3 für den Befall weiter entfernter Lymphknoten.
  • M = Metastasen (Tochtergeschwulste): M1 heißt, dass sich irgendwo im Körper Tochtergeschwulste gebildet haben. M0 bedeutet, dass keine Metastasen in weiter entfernten Organen (Fernmetastasen) vorliegen.

Bei manchen Tumorarten finden sich weitere Einstufungen (meist nach einer Operation):

  • G = histologische Einteilung (Grading) nach Aggressivität beziehungsweise Bösartigkeit (Malignität) des Tumors: Hier reicht die Skala von G1 (niedrige Bösartigkeit) bis G4 (ausgeprägte Bösartigkeit).
  • R = Residualtumor: Diese Kennzeichnung weist darauf hin, ob oder inwiefern nach einer operativen Behandlung noch Resttumorgewebe vorhanden ist (R0 = kein Resttumor, R1 oder R2 = Resttumor unterschiedlichen Ausmaßes, RX = Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden).

Leukämien und Lymphome lassen sich nicht mithilfe des TNM-Systems beurteilen. Leukämien treten von Anfang an im gesamten Körper auf. Daher beschreiben Mediziner Leukämien anhand des zeitlichen Verlaufs der Erkrankung, nach Aussehen und Anteil der veränderten Zellen im Blut oder Knochenmark.

Krebs: Welche Krebstherapien gibt es?

Die Therapie richtet sich in erster Linie nach der Krebsart und danach, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Jeder Tumor ist anders. Daher muss die Krebstherapie auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden.

Zu den bekanntesten Formen der Krebstherapie zählen:

  • Operation: In manchen Fällen kann eine Geschwulst operativ entfernt werden.
  • Chemotherapie: Spezielle chemische Substanzen hemmen die Vermehrung der Krebszellen oder führen zu deren Absterben. Allerdings greifen sie auch gesunde Zellen an.
  • Strahlentherapie: Tumorzellen werden gezielt mit Röntgen- oder Elektronenstrahlung behandelt. Die Strahlentherapie dient dazu, die Tumorzellen zielgenau zu schädigen, sodass der Tumor schrumpft beziehungsweise das Wachstum eingedämmt wird.
  • Hormontherapie: Manche Krebsformen wachsen hormonabhängig. So lassen sich beispielsweise einige Formen von Brustkrebs oder Prostatakrebs durch die Gabe von Hormonen beziehungsweise den entsprechenden Antihormonen beeinflussen. Antihormone heben die Wirkung eines anderen Hormons auf. Dabei werden entweder körpereigene Hormone ausgeschaltet, damit sich der Tumor nicht ausbreiten kann. Andere Tumoren hingegen produzieren selbst Hormone und geben diese vermehrt und unkontrolliert ab. Antihormonelle Medikamente wirken hier den Beschwerden entgegen, die daraus entstehen.
  • Immunbehandlung (Antikörpertherapie): Bei bestimmten Krebsformen können speziell hergestellte Antikörper eingesetzt werden. Sie erkennen bestimmte Merkmale auf der Oberfläche von Krebszellen und binden sich daran. Die Folge: Die Krebszellen sind für das Immunsystem markiert und regen dessen Abwehrzellen dazu an, die markierten Krebszellen gezielt anzugreifen und zu zerstören.
  • zielgerichtete Krebstherapie: Bei einigen Krebsarten kommen Medikamente zum Einsatz, die gezielt Tumorzellen angreifen. Sie beeinflussen bestimmte Stoffwechselprozesse der Krebszelle und hemmen so das Zellwachstum. Jedoch muss die Krebszelle spezifische Merkmale aufweisen, damit diese Medikamente überhaupt wirken können, z.B. eine bestimmte Oberflächenstruktur. Daher muss der Arzt im Vorfeld erst untersuchen, ob eine zielgerichtete Krebstherapie für den Betroffenen infrage kommt.

Krebs und die mit der Therapie verbundenen Nebenwirkungen sind meist eine erhebliche Belastung für die Psyche. Viele Krebspatienten leiden unter Ängsten, fühlen sich niedergeschlagen oder verzweifelt. Freunde und Familienangehörige können in dieser Situation eine große Hilfe sein. Doch meist haben diese selbst mit Sorgen, Ängsten und Erschöpfung zu kämpfen. Zudem geht eine Krebserkrankung häufig mit psychischen Bedürfnissen und Problemen einher, mit denen Laien überfordert sind.

Für Krebspatienten kann es daher hilfreich sein, einen Therapeuten aufzusuchen. In der Psychologie gibt es einen eigenen Fachbereich, der sich mit den seelischen Folgen einer Krebserkrankung befasst, die sogenannte Psychoonkologie. Therapeuten mit psychoonkologischer Spezialisierung können sowohl dem Betroffenen, als auch seinen Angehörigen dabei helfen, besser mit der Krankheit zurechtzukommen.

Darüber hinaus bieten Beratungsstellen in Tumorzentren und Reha-Kliniken sowie Selbsthilfegruppen Informationen und Hilfe im Umgang mit der Erkrankung und ihren Auswirkungen auf die persönliche Lebenssituation an.

Krebs: Lässt sich die Krankheit heilen?

Der Verlauf einer Krebserkrankung hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Krebsart, dem Ausmaß der Erkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen und davon, wie gut die Therapie wirkt.

In manchen Fällen lässt sich Krebs heilen. Mit dem Begriff "Heilung" gehen Ärzte im Zusammenhang mit Krebs jedoch vorsichtig um. Wenn die Behandlung erfolgreich verlaufen ist, der Tumor entfernt ist und der Arzt keine Metastasen mehr findet, wird dieser zunächst von "Remission" sprechen. Das bedeutet: Die Erkrankung ist vorerst besiegt, sie könnte jedoch erneut auftreten.

Je mehr Jahre vergehen, ohne dass sich neue Metastasen oder Tumoren bilden, umso unwahrscheinlicher wird ein Rückfall. Nach etwa fünf Jahren besteht eine große Chance, dass die Erkrankung tatsächlich geheilt ist.

Krebs: Vorbeugen und Vorsorge

Vorbeugen kann man nur Krebsarten, die durch bestimmte Lebensgewohnheiten und/oder die Umwelt mitverursacht werden.

Der Europäische Kodex zur Krebsprävention schlägt folgende Maßnahmen vor, um das Krebsrisiko zu senken:

  1. Rauchen Sie nicht, verzichten Sie auf Tabak. Versuchen Sie zudem, sich überwiegend in rauchfreier Umgebung aufzuhalten.
  2. Vermeiden Sie Übergewicht. 
  3. Bewegen Sie sich so viel wie möglich und verbringen Sie wenig Zeit im Sitzen.
  4. Ernähren Sie sich gesund. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sollten häufig auf dem Speiseplan stehen, kalorienreiche und stark gesalzene Speisen möglichst selten. Vermeiden Sie gezuckerte Getränke und stark verarbeitetes und rotes Fleisch.
  5. Trinken Sie keinen oder wenig Alkohol.
  6. Vermeiden Sie übermäßige Sonnenstrahlung und sorgen Sie für ausreichenden Sonnenschutz.
  7. Wenn Sie mit krebserregenden Stoffen arbeiten, halten Sie sich an die entsprechenden Schutzmaßnahmen.
  8. Wenn die Strahlenbelastung durch natürlich vorkommendes Radon in Ihrem Zuhause erhöht ist, können bestimmte bauliche Maßnahmen nötig sein, um das Problem zu beheben. Die Radonwerte sollten nicht über 100 bis 300 Bequerel pro Quadratmeter liegen.
  9. Falls möglich, stillen Sie Ihr Kind.
  10. Hormonersatztherapien können bestimmte Krebserkrankungen begünstigen. Nehmen Sie diese Therapien daher nur wenn in Anspruch, wenn der Arzt sie für unbedingt notwendig erachtet.
  11. Lassen Sie sich und Ihre Kinder gegen Hepatitis B-Virusinfektionen sowie gegebenenfalls gegen humane Papillomviren impfen.
  12. Nehmen Sie regelmäßig an bestimmten Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen für folgende Krebsarten teil:
Wichtig: Nicht alle Angebote zur Krebsvorsorge und - früherkennung sind notwendig und sinnvoll. Umstritten sind vor allem das Mammografie-Screening sowie der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs. Die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren sind in den verlinkten Artikeln zusammengefasst.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Linktipps:

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Quellen:

Online-Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de (Abrufdatum: 8.1.2018)

Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe e.V.: www.krebshilfe.de (Abrufdatum: 8.1.2018)

Online-Informationen des Internetportals Onko der Deutschen Krebsgesellschaft: www.deutsche-krebsgesellschaft.de (Stand: 2017)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2017)

Krebsarten. Online-Informationen des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut: www.krebsdaten.de (Stand: 06.12.2017)

Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums: www.krebsinformationsdienst.de (Stand: 2017)

Rassow, J., et al.: Duale Reihe Biochemie. Thieme, Stuttgart 2016

Aktualisiert am 12. Januar 2018

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