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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 15. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wird Krebs rechtzeitig entdeckt, ist er in vielen Fällen heilbar: Je früher Krebs behandelt wird, desto größer sind auch die Chancen, wieder vollkommen gesund zu werden. Daher ist es besonders wichtig, auf Veränderungen des Körpers zu achten und im Zweifelsfall den Arzt aufzusuchen. Trotz der medizinischen Fortschritte in der Krebsbehandlung verursacht Krebs nach wie vor bei vielen Menschen Angst.
Als Krebs bezeichnet man verschiedene Erkrankungen, bei denen sich "entartete Zellen" unkontrolliert vermehren. Bei gesunden Zellen laufen Wachstum, Reifung, Teilung und schließlich das Absterben der Zellen geregelt ab. Krebszellen haben diesen Regelmechanismus jedoch verloren. Sie teilen sich immer weiter und bilden so eine Geschwulst. Die bösartigen (malignen) Krebszellen dringen dabei in benachbartes Gewebe ein, vermehren sich dort und zerstören nach und nach das gesunde Gewebe.
Anstelle des Begriffs "Krebsgeschwulst " benutzt man häufig auch das Wort "Tumor ", was übersetzt so viel wie "Schwellung " oder "Verhärtung" bedeutet. Mediziner verwenden den Begriff Tumor für alle Schwellungen – auch solche, die mit Krebs nichts zu tun haben. So bezeichnet man zum Beispiel Verhärtungen, die durch eine Entzündung, einen Erguss oder Ähnliches hervorgerufen werden, ebenfalls als Tumor. Wenn die Rede von einem Tumor ist, muss dies also noch lange nichts mit Krebs zu tun haben. Vielmehr kann der Tumor auch gutartig (benigne) sein.
Gutartige Tumoren sind zum Beispiel Muttermale, Fettgeschwulste (Lipome), Gefäßgeschwulste (Hämangiome) und Muskelzellgeschwulste (Myome). Im Unterschied zu bösartigen Tumoren streuen gutartige Tumoren keine Zellen in das angrenzende, gesunde Gewebe und auch nicht über die Blutbahn oder das Lymphgefäßsystem. Sie bilden infolgedessen auch keine Tochtergeschwulste (Metastasen). Gutartige Neubildungen können dennoch Komplikationen hervorrufen, etwa wenn sie durch ihr Wachstum auf lebenswichtige Organe wie das Gehirn oder das Rückenmark drücken.
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