Krebs: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2015)

Um bei Personen mit Krebs eine optimale Therapie durchführen zu können, muss die bösartige Geschwulst genauer untersucht werden. Denn den Krebs gibt es nicht: Jeder Tumor ist anders, und der Krankheitsverlauf unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Daher muss die Krebstherapie auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden.

Sobald bekannt ist, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie schnell er sich ausgebreitet hat, kann der Arzt die optimale Krebstherapie festlegen. Prinzipiell sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr vielfältig – zu den bekanntesten Therapien bei Krebs zählen jedoch:

  • Operation: In manchen Fällen kann eine Geschwulst operativ entfernt werden.
  • Chemotherapie: Spezielle chemische Substanzen, sogenannte Zellgifte (Zytostatika), hemmen die Vermehrung der Krebszellen oder führen zu deren Absterben. Allerdings greifen sie auch gesunde Zellen an.
  • Strahlentherapie: Tumorzellen werden gezielt mit Röntgen- oder Elektronenstrahlung behandelt. Die Strahlentherapie dient dazu, die Tumorzellen zielgenau zu schädigen, sodass der Tumor schrumpft beziehungsweise das Wachstum eingedämmt wird.
  • Hormontherapie: Manche Krebsformen wachsen hormonabhängig. So lassen sich beispielsweise einige Formen von Brustkrebs oder Prostatakrebs durch die Gabe von Hormonen beziehungsweise den entsprechenden Antihormonen beeinflussen. Antihormone heben die Wirkung eines anderen Hormons auf. Dabei werden entweder körpereigene Hormone ausgeschaltet, damit sich der Tumor nicht ausbreiten kann. Andere Tumoren hingegen produzieren selbst Hormone und geben diese vermehrt und unkontrolliert ab. Antihormonelle Medikamente wirken hier den Beschwerden entgegen, die daraus entstehen.
  • Immunbehandlung(Antikörpertherapie): Bei bestimmten Krebsformen können speziell hergestellte Antikörper eingesetzt werden. Sie erkennen bestimmte Merkmale auf der Oberfläche von Krebszellen und binden sich daran. Die Folge: Die Krebszellen sind für das Immunsystem markiert und regen dessen Abwehrzellen dazu an, die markierten Krebszellen gezielt anzugreifen und zu zerstören.
  • zielgerichtete Krebstherapie: Bei einigen Krebsarten kommen sogenannte zielgerichtete Krebsmedikamente zum Einsatz, die gezielt Tumorzellen angreifen. Sie beeinflussen bestimmte Stoffwechselprozesse der Krebszelle und hemmen so das Zellwachstum. Jedoch muss die Krebszelle spezifische Merkmale aufweisen, damit das zielgerichtete Medikament überhaupt wirken kann, z.B. eine bestimmte Oberflächenstruktur. Daher muss der Arzt im Vorfeld erst untersuchen, ob eine zielgerichtete Krebstherapie für den Betroffenen infrage kommt. Auch die zielgerichtete Krebstherapie kann Nebenwirkungen wie Hautirritationen, Durchfall, Übelkeit und Fieber hervorrufen.

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