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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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KrebsKrebs: DiagnoseStand: 15. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Um bei Verdacht auf Krebs eine eindeutige Diagnose stellen zu können, muss der Arzt den Patienten gründlich untersuchen. Erste Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung liefern die geschilderten Symptome, die Krankheitsgeschichte sowie Lebensumstände und Lebensgewohnheiten der Person (Anamnese) und die klinische Untersuchung. Um festzustellen, um was für einen Tumor es sich genau handelt, wo er sitzt und wie groß er ist, stehen weitere diagnostische Maßnahmen zur Verfügung: Wichtige Informationen liefert die Blutuntersuchung im Labor und – bei entsprechenden Hinweisen – die Bestimmung von sogenannten Tumormarkern im Blut. Tumormarker sind körpereigene Substanzen, die bei manchen Tumorerkrankungen im Blut vermehrt vorkommen können. Die Tumorzellen bilden diese Substanzen selbst oder regen ihre Bildung an. Es handelt sich meist um bestimmte Zucker-Eiweiß-Moleküle. Aber selbst wenn diese Tumormarker im Blut nachgewiesen werden, bedeutet das noch nicht, dass auch tatsächlich ein bösartiger Tumor vorliegt. Tumormarker liefern lediglich einen Hinweis auf eine möglicherweise vorhandene Krebserkrankung. Sie können auch harmlose Ursachen haben. Andersherum treten Tumormarker nicht bei jeder Form von Krebs auf. Bei der Diagnose einer Krebserkrankung ist oft die Röntgenaufnahme der erste Schritt, wenn verdächtige Symptome auftreten. Oft entdecken Ärzte Tumoren und Metastasen auch, ohne dass der Verdacht auf Krebs besteht per Zufall auf einer Röntgenaufnahme. Anhand einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) lassen sich Gewebe verschiedener Dichte abbilden. Ein geschultes Auge ist in der Lage, diese Veränderungen in der Dichte des Gewebes zu erkennen, in denen sich beispielsweise gesundes Gewebe von Tumorgewebe unterscheidet. Ultraschalluntersuchungen eignen sich insbesondere dort, wo viele Weichteile und keine Knochen vorhanden sind. So lassen sich zum Beispiel die Leber, die Schilddrüse und Bereiche um die Niere gut durch eine Sonographie darstellen. Mithilfe einer Skelettszintigraphie kann der Arzt Tochtergeschwulste (Metastasen) im Knochen ausfindig machen. Bei einer Szintigraphie nimmt der Betroffene spezifische Substanzen ein, die vorher radioaktiv markiert werden (Radiopharmaka). Weitere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT) ergänzen die Maßnahmen für die weitere, detaillierte Beurteilung des Krebsbefunds. Wertvolle Informationen über die Art der Geschwulst liefert die detaillierte Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie), die der Arzt zum Beispiel unter örtlicher Betäubung aus dem verdächtigen Bereich entnimmt. Bei einigen erblich bedingten Krebserkrankungen stehen für Risikopersonen genetische Untersuchungen zur Verfügung. Weiterlesen: Krebs: Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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