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Krebs

Stadieneinteilung

Stand: 15. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um bei Krebs jeden Einzelfall optimal behandeln zu können, hat man die Tumoren nach ihrer Größe, Ausbreitung und Bösartigkeit (Malignität) in Stadien eingeteilt.

Das international geltende, sogenannte TNM-System (für engl. tumor, node, metastasis) klassifiziert fast alle bösartigen Neubildungen. Bestimmte Buchstaben und Zahlen stehen dabei für bestimmte Merkmale wie zum Beispiel den Primärtumor (T), das Fehlen oder Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen (N) oder die Existenz von Fernmetastasen (M). Die TNM-Einteilung schließt lediglich die Leukämien und Lymphome aus. Leukämien treten von Anfang an im gesamten Körper auf. Daher beschreiben Mediziner Leukämien anhand des zeitlichen Verlaufs der Erkrankung, nach Aussehen und Anteil der veränderten Zellen im Blut oder Knochenmark.

Maligne Lymphome ("Lymphdrüsenkrebs") lassen sich nach der Art der Ausgangszelle und ihrer Ausbreitung im Körper einteilen. Dabei wird ihr Wachstum als hoch maligne oder niedrig maligne eingeteilt.

Beim TNM-System wird ein Tumor nach verschiedenen Kriterien beurteilt:

  • T = Tumorgröße: Bei der Beurteilung der Tumorgröße reicht die Skala von T1 für kleine Tumoren bis T4 für große Tumoren.
  • N = Lymphknotenbefall: N1 steht für den Befall von Lymphknoten in der nächsten Umgebung des Tumors, N2 und N3 für den Befall weiter entfernter Lymphknoten.
  • M = Metastasen (Tochtergeschwulste): M1 heißt, dass sich irgendwo im Körper Tochtergeschwulste gebildet haben. M0 bedeutet, dass keine Metastasen in weiter entfernten Organen (Fernmetastasen) vorliegen.

Bei manchen Tumorarten finden sich weitere Einstufungen (meist nach einer Operation):

  • G = histologische Einteilung (Grading) nach Aggressivität beziehungsweise Bösartigkeit (Malignität) des Tumors: Hier reicht die Skala von G1 (niedrige Bösartigkeit) bis G4 (ausgeprägte Bösartigkeit).
  • R = Residualtumor: Diese Kennzeichnung weist darauf hin, ob oder inwiefern nach einer operativen Behandlung noch Resttumorgewebe vorhanden ist (R0 = kein Resttumor, R1 oder R2 = Resttumor unterschiedlichen Ausmaßes, RX = Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden).

Weiterlesen: Krebs: Definition – Häufigkeit

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