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Krampfadern (Varizen): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2016)

Prognose

Krampfadern (Varizen) nehmen meistens einen harmlosen Verlauf. Wer frühzeitig etwas gegen die ersten bläulich schimmernden Adern unternimmt, kann mit einer guten Prognose rechnen und oft ein Krampfaderleiden vermeiden. Unbehandelt neigen Krampfadern im Lauf der Zeit dazu, weiter fortzuschreiten und ab einem gewissen Stadium deutliche Beschwerden auszulösen – etwa schwere Beine.

Aber selbst dann ist die Prognose noch günstig, wenn man die für die Beschwerden verantwortlichen Krampfadern behandelt und beseitigt:

  • Wer große, oberflächliche Krampfadern (sog. Stammkrampfadern) operativ entfernen lässt, kann mit guten Erfolgen rechnen: Etwa 95 Prozent der Menschen, die ihre Krampfadern operieren lassen, bleiben in den ersten 5 Jahre nach der Operation beschwerdefrei; nach 10 Jahren sind es immer noch etwa 90 Prozent.
  • Auch die bei kleineren Krampfadern geeignete Verödungstherapie hat eine gute Prognose: Nach 5 Jahren sind etwa 90 Prozent der Behandelten weiterhin frei von Varizen, nach 10 Jahren noch 80 Prozent.

Komplikationen

Unbehandelt können Krampfadern (Varizen) im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein:

  • In einem späteren Stadium neigen Krampfadern dazu, sich stark auszudehnen. Aufgrund Ihrer dünnen Wand besteht das Risiko, dass sie platzen und es zu stärkeren Blutungen kommt.
  • Das Blut in den Krampfadern kann im Lauf der Zeit gerinnen und verklumpen. Es bilden sich Blutgerinnsel (Thromben), die die oberflächlichen Venen verstopfen (Thrombose).
  • Der Rückstau des Bluts erhöht den Druck in den Krampfadern. Dies kann besonders die Haut an den Unterschenkeln schädigen. Mögliche Folgen sind: dunkle Verfärbungen der Haut, Entzündungen und entzündungsartige Hautveränderungen mit starkem Juckreiz. Außerdem kann sich Gewebswasser in den Beinen ansammeln (sog. Ödeme). Ödeme treten als starke Schwellungen in Erscheinung.
  • Verläuft das Venenleiden schwer, kann Gewebe absterben und es können sich Geschwüre bilden. Der Grund: Das in Krampfadern angestaute Blut verhindert, dass das Gewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist. Dies führt – in Verbindung mit dem hohen Druck – in schweren Fällen dazu, dass Gewebe abstirbt und Beingeschwüre (Ulcera cruris) entstehen, die man auch als offene Beine bezeichnet.
  • Krampfadern können Entzündungen in den Venen (Varikophlebitis) auslösen. Breitet sich eine Venenentzündung in tiefer gelegenen Venen aus, können Blutgerinnsel die tiefen Venen verschließen (sog. tiefe Beinvenen-Thrombose). Reißt der Blutstrom diese Gerinnsel mit, können sie in die Lunge gelangen und dort kleinere und größere Blutgefäße verstopfen (sog. Lungenembolie).
  • Bei Krampfadern der tiefer liegenden Venen kann das größere Blutvolumen die Wand der Venen dauerhaft belasten. Im weiteren Verlauf verhärtet sich die Venenwand (sog. Phlebosklerose). Die Folge: Die Venen verlieren die Fähigkeit, kleinere Blutgerinnsel aufzulösen, wodurch das Risiko für eine Thrombose in den tieferen Beinvenen steigt. Auch die Venenklappen können verhärten: Sie vernarben, verkleinern sich und verlieren ihre Funktionsfähigkeit – Ödeme und Beingeschwüre können sich entwickeln.


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