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Krampfadern (Varizen): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2014)

Für Krampfadern (Varizen) kommen verschiedene Ursachen infrage. Dabei unterscheidet man, ob eine Krampfader primär (d.h. die ursprüngliche Erkrankung) ist oder sekundär (d.h. infolge einer anderen Erkrankung) entsteht:

Primäre Krampfadern

Meistens (zu etwa 95%) entstehen Krampfadern (Varizen) aus nicht völlig geklärten Ursachen (d.h. idiopathisch) – dann bezeichnet man sie als primäre Krampfadern. Sie können sich aus folgenden Venen bilden:

  • aus Venen unter der Haut, auch oberflächliche Venen genannt
  • aus Venen, welche die oberflächlichen und tiefer liegenden Venen verbinden (sog. Verbindungsvenen)

Primäre Krampfadern haben ihre Ursachen in einer Schwäche des Bindegewebes, die angeboren sein kann oder sich erst mit der Zeit entwickelt. Als Folge dieser Bindegewebsschwäche schließen die in den Venen liegenden Klappen nicht mehr angemessen.

Illustration: Bildung von Krampfadern

Erkrankte Verbindungsvene zwischen oberflächlichen und tiefen Venen

Venenklappen üben beim Rücktransport des Bluts zum Herzen eine wichtige Funktion aus: Während das Herz das Blut mit hohem Druck durch die Arterien pumpt, strömt das Blut in den Venen unter niedrigem Druck gegen die Schwerkraft zum Herzen zurück. Die Venenklappen sorgen als eine Art Ventil dafür, dass das Blut in den Venen trotz des niedrigen Blutdrucks in die richtige Richtung fließt. Sie funktionieren wie Segel: Strömt das Blut in Richtung Herz, liegen sie eng an der Wand der Vene an. Steht das Blut still oder droht es zurückzufließen, blähen sich die Klappen auf und legen sich aneinander, sodass die Vene verschlossen ist. Die Venenklappen verhindern so, dass das Blut aufgrund der Schwerkraft wieder zurückfließt. Darum sind sie für primäre Krampfadern als Ursachen von zentraler Bedeutung:

Bei einer gestörten Venenklappenfunktion (z.B. infolge einer Schwäche des Gewebes der Venen oder der Klappen) kehrt sich die Strömungsrichtung um. Die Folge: Blut staut sich in den Blutgefäßen und die Venen dehnen sich aus. Diese Venenerweiterung führt zu einem Dominoeffekt, der letztendlich für primäre Krampfadern verantwortlich ist:

  • Weitere Klappen verlieren ihre volle Funktionstüchtigkeit und sind undicht.
  • Die in den erweiterten Venen erhöhte Blutmenge sorgt dafür, dass der Druck in den Venen weiter ansteigt.
  • Der erhöhte Druck presst Flüssigkeit aus den Venen in das umliegende Gewebe (sog. Gewebewasser) – auf diese Weise entstehen Ödeme (griech. oideo = schwellen): Die Betroffenen haben geschwollene Füße und später auch geschwollene Unterschenkel.

Langfristig führt der Rückstau des Bluts in den oberflächlichen Venen dazu, dass sich die Venenwand zunehmend ausdehnt – es entstehen primäre Krampfadern. Als Ursachen spielen zudem bestimmte Verhaltensweisen und Lebensumstände eine Rolle, welche die Entstehung von Varizen begünstigen – zum Beispiel:

  • Bewegungsmangel: Nur wer sich bewegt, aktiviert die Muskelpumpe.
  • Ständiges Stehen bzw. Herunterhängen der Beine: Dies wirkt aufgrund der Schwerkraft dem Blutfluss in Richtung Herz entgegen; oft besteht dieses Problem beispielsweise im Berufsalltag.
  • Eng anliegende Kleidung: Sind die Beine (z.B. durch einen engen Sockenbund) abschnürt , ist der venöse Blutstrom behindert.
  • Schwangerschaft: Schwangere haben – vermutlich durch hormonelle Umstellungen des Organismus – ein erhöhtes Risiko für Krampfadern.





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