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Forenexperte: Dr. Jan-Peter Siegers
Forum Venenprobleme
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Stand: 20. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn Sie Krampfadern (Varizen) entfernen lassen möchten, bietet sich zur Therapie eine Verödung (Sklerosierung) der betroffenen Venen an: Meistens kann man so vor allem retikuläre und Seitenastvarizen sowie Besenreiser erfolgreich entfernen. Weniger empfehlenswert ist es, größere Krampfadern (sog. Stammkrampfadern) zu veröden: Sie kehren nach der Verödung häufig wieder. Bei großen Krampfadern ist zur Behandlung eine Operation besser geeignet.
Um Ihre Krampfadern zu veröden, spritzt der Arzt eine spezielle Flüssigkeit oder einen Schaum in die entsprechende Vene. Beides schädigt die Innenwand der Krampfadern – sie verkleben und entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einem bindegewebsartigen Strang. Nach der Verödung der Krampfadern ist es wichtig, dass Sie sich reichlich bewegen, um den Blutstrom in den verbliebenen Venen anzuregen.
Bei Krampfadern (Varizen) der großen Venen (sog. Stammvenen) besteht die Therapie in der Regel in einer Operation. Es stehen zwei Operationsmethoden zur Verfügung, um große Krampfadern zu entfernen:
Stripping: Beim sogenannten Stripping (= Ziehen) zieht der Operateur mit einer Sonde die Krampfadern aus dem Bein heraus. Nach dem Ziehen einer großen Krampfader kann er zusätzlich kleinere Seitenäste veröden. Im Anschluss an die Operation ist es ratsam, eine Zeit lang Kompressionsstrümpfe (bzw. Stützstrümpfe) zu tragen.
Krossektomie: Bei der Krossektomie durchtrennt der Operateur eine Stammkrampfader (Vena saphena magna) an der Stelle, an der sie in die tiefe Beinvene (Vena femoralis) mündet. Dies verhindert den Rückstrom des Bluts. Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt. Daher eignet sich die Krossektomie auch für ältere Menschen mit großen Krampfadern zur Behandlung, bei denen das Risiko einer Vollnarkose zu hoch ist. Nach dieser Operation ist es ebenfalls ratsam, eine Zeit lang Kompressionsstrümpfe zu tragen.
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