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Krampfadern (Varizen): Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (19. August 2013)

Bei Krampfadern (Varizen) besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer körperlichen Untersuchung, um die oberflächlichen Krampfadern zu begutachten. Außerdem fragt der Arzt nach, wie stark die Beschwerden sind und ob weitere Familienmitglieder Krampfadern haben (sog. Anamnese). Die anschließenden diagnostischen Maßnahmen zielen darauf ab, das gesamte Ausmaß der Venenveränderungen zu erkennen: Nur so ist es möglich, eine geeignete Therapie einzuleiten.

Bildgebende Verfahren

Bei Verdacht auf Krampfadern (Varizen) sind für die Diagnose vor allem bildgebende Verfahren wichtig. Standardmäßig kommt die Duplexuntersuchung zum Einsatz, eine Kombination aus Ultraschall (Sonographie) und sogenannter Doppler-Untersuchung. Mithilfe der Duplexuntersuchung kann man die krankhaften Venen farblich darstellen. Eine zusätzliche Sonde liefert Informationen über die Fließgeschwindigkeit des Bluts durch die Venen.

In bestimmten Fällen ist die sogenannte Phlebographie bei Krampfadern als Diagnose-Methode hilfreich. Dieses bildgebende Verfahren ist eine Röntgenuntersuchung der Beinvenen, bei der man ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene gespritzt bekommt. Das Kontrastmittel dient dazu, die Venen und eventuelle krankhafte Veränderungen auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen.

Weitere Verfahren

Neben der bildgebenden Diagnostik stehen bei Krampfadern (Varizen) zur Diagnose weitere Verfahren zur Verfügung. Zu ihnen gehören der Trendelenburg-Test, der Pratt-Test und der Perthes-Test: Diese diagnostischen Tests können Hinweise dazu liefern, ob die Funktion der Venenklappen gestört ist und ob tiefer gelegene Venen betroffen sind. Sie kommen heutzutage allerdings nur noch selten zum Einsatz – die bildgebenden Verfahren haben sie ersetzt.

Trendelenburg-Test

Bei Krampfadern kann der Arzt die Funktion bestimmter Venenklappen mit dem Trendelenburg-Test überprüfen. Dabei liegt man mit nackten Beinen auf dem Rücken und streckt das zu untersuchende Bein senkrecht nach oben. Der Arzt streicht das Blut aus und legt anschließend einen schmalen Druckverband um den Oberschenkel.

Danach steht man auf. Der Arzt beobachtet nun, wie schnell sich die oberflächlichen Venen mit Blut füllen. Anhand seiner Beobachtungen kann er ableiten, ob die Funktion der Venenklappen in den oberflächlichen oder den Verbindungsvenen gestört ist. Verbindungsvenen (sog. Perforansvenen) sind eine Art Brücke zwischen den oberflächlichen und den tiefer liegenden Venen.

Pratt-Test

Um bei Krampfadern herauszufinden, ob die Funktion der Venenklappen in den Verbindungsvenen gestört ist, eignet sich der Pratt-Test. Auch bei diesem Test liegt man zunächst auf dem Rücken und hält das betroffene Bein hoch, damit das Blut in den Venen abfließen kann. Der Arzt streicht das Blut aus und legt anschließend einen dehnbaren Verband vom Fuß bis zur Leiste an.

Nach kurzer Zeit steht man auf. Der Arzt wickelt nun den Verband von der Leiste an ab. Gleichzeitig legt er eine zweite Bandage von der Leiste beginnend an, sodass zwischen den beiden Binden ständig ein Streifen Haut von fünf bis zehn Zentimetern Breite frei bleibt. Er beobachtet anschließend die Venenfüllung an jeweils genau dieser freien Stelle.

Perthes-Test

Um bei Krampfadern (Varizen) im Rahmen der Diagnose herauszufinden, ob eine Störung des Blutabflusses im tiefen Venensystem besteht, kann der Perthes-Test hilfreich sein: Hierbei bekommt man einen schmalen Verband um den Oberschenkel gewickelt. Während man umhergeht, beobachtet der Arzt die Füllung der oberflächlichen Venen.






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