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Krätze (Skabies)

Krätze (Skabies): Symptome

Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die für Krätze (Skabies) typischen Symptome sind durch eine Hautentzündung bedingt. Sie treten hauptsächlich an den Handgelenken, in den Fingerzwischenräumen, in der Nabelregion, im Brust- und Achselbereich und in der Genitalregion auf, da die weiblichen Krätzmilben bevorzugt an Körperstellen mit hoher Temperatur und dünner Hornschicht ihre Gänge für die Eiablage bohren. Im Gesicht und an den Handflächen beziehungsweise Fußsohlen führt die Krätze – außer bei kleinen Kindern – nicht zu Hautveränderungen.

Bei Krätze besteht typischerweise ein starker Juckreiz der mit Milben befallenen Haut. Dieses Anzeichen tritt hauptsächlich nachts im warmen Bett auf. Die von Krätze betroffene Haut erscheint schuppig-krustig; kennzeichnende Skabies-Symptome der Haut sind Knötchen oder Papeln. Außerdem ist die Haut – bedingt durch den Juckreiz – von Kratzspuren durchsetzt. Bei näherer Betrachtung sind die Milbengänge zu erkennen: feine, gewundene, rötlich bis schieferfarbene Linien, deren Ende die Milbe enthält und dadurch leicht erhaben ist. Teilweise finden sich bei der Krätze nur vereinzelte, von einem roten Hof umgebene Papeln. Nach vier bis sechs Wochen ist das Immunsystem durch die Milbe aktiviert. Dann bilden sich großflächige, entzündliche Hautveränderungen.

Bei der Krätze sind einige Sonderformen bekannt, die abweichende Symptome zeigen:

  1. Gepflegte Krätze (Scabies incognita): Die Symptome der Hautkrankheit sind bei der sogenannten gepflegten Krätze wenig auffällig; es finden sich nur wenige oder keine Hautverletzungen. Der auftretende Juckreiz erscheint wegen der fehlenden sichtbaren Veränderungen der Haut oft grundlos. Diese Form der Skabies tritt bei häufig badenden Menschen auf.
  2. Granulomatöse Krätze (Scabies granulomatosa): Zusätzlich zu den für die Skabies typischen Hautsymptomen finden sich knotige, tief entzündliche Veränderungen in der Genitalregion und am Körper. Diese Symptome entstehen vermutlich, wenn die Milben durch das Kratzen in die unteren Hautschichten gelangen. In diesem Fall sind ein bis zwei Zentimeter große braunrote Knoten erkennbar. Sie stellen vermutlich eine Reaktion des Immunsystems auf die toten Milben dar und können lange nach erfolgreicher Behandlung von Krätze weiterbestehen.
  3. Scabies norvegica: Besonders bei Kindern, bei alten und bei immungeschwächten Menschen (z.B. durch HIV) kann diese schwere Form der Krätze mit starkem Milbenbefall auftreten.
  4. Scabies crustosa: Dies ist eine sehr ansteckende Form der Krätze mit extremer Krustenbildung. Untypischerweise sind Gesicht, Nacken, Kopfhaut und Rücken stark befallen. Die Scabies crustosa ist aufgrund der hohen Anzahl Milben über Gegenstände übertragbar.

Weiterlesen: Krätze (Skabies): Diagnose

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