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Krätze (Skabies)

Krätze (Skabies): Diagnose

Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der Krätze (Skabies) ergibt sich die Diagnose anhand der typischen Symptome. Im sogenannten Auflichtmikroskop erscheinen die mit der Krätze einhergehenden Hautveränderungen vergrößert und sind so leichter erkennbar.

Wenn das äußere Erscheinungsbild der Haut keine klare Diagnose erlaubt, kann der Arzt die für Krätze typischen Gänge der weiblichen Krätzmilben mithilfe der sogenannten Tintenmethode sichtbar machen. Dabei trägt er einen Tropfen wasserlösliche Tinte aus einem Füllfederhalter auf eine intakte Papel auf. Danach wischt er die Tinte mit einem Alkoholtupfer ab. Ausgehend von der Papel zeigt sich der gewundene, mit Tinte gefärbte Gang – somit ist die Skabies nachgewiesen.

Daneben ist die Krätze-Diagnose durch den direkten Erregernachweis möglich. Hierzu ist der Tesafilmabriss geeignet, bei dem der Arzt die Haut über einer Papel einfettet und sie mit einem durchsichtigen Klebestreifen beklebt. Anschließend reißt er den Klebestreifen ruckartig ab und untersucht ihn mikroskopisch auf Anzeichen für die Skabies-Erreger: Milben, Larven oder deren Ausscheidungen. Die meist wirkungsvollste Methode zum Nachweis der für Krätze verantwortlichen Erreger besteht in der Abtragung von Milbenhügeln: Hierbei eröffnet der Arzt die Papel vorsichtig mit einem Skalpell und untersucht das abgeschabte Material.

Weiterlesen: Krätze (Skabies): Therapie

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