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Kopfverletzungen

Kopfverletzungen: Therapie

Stand: 19. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Erste Hilfe

Bei Kopfverletzungen ist vor der ärztlichen Therapie die erste Hilfe, die Anwesende sofort am Unfallort leisten können, sehr wichtig:

  • Bei blutenden Kopfverletzungen ist es ratsam, zunächst einen sterilen Verband anzulegen, um die Blutung zu stillen.
  • Wenn nach Kopfverletzungen Bewusstseinsstörungen auftreten, ist es notwendig, die Betroffenen ständig zu beobachten und zu überwachen. Zudem ist es bei Bewusstlosigkeit wichtig, die Betroffenen als erste Hilfe sofort seitlich zu lagern, um zu vermeiden, dass sie durch Erbrochenes, Schleim oder das Zurückfallen der Zunge ersticken.
  • Wenn nach Kopfverletzungen die Atmung aussetzt, ist unverzüglich mit einer Beatmung zu beginnen.

Auch wenn Menschen mit Kopfverletzungen keinerlei Anzeichen einer Bewusstseinstrübung oder sonstiger neurologischer Ausfälle (d.h. Symptome einer Gehirnfunktionsstörung) zeigen und eine erste Hilfe unnötig erscheint, ist zur weiteren Therapie ein rascher Transport in eine Klinik notwendig. Dort lassen sich Kopfplatzwunden durch eine Naht oder spezielle Pflasterverbände versorgen.

Gehirnverletzungen

Bei Kopfverletzungen mit Hirnbeteiligung ist die Therapie von der Art der Gehirnverletzungen abhängig: Eine Gehirnerschütterung erfordert eine mehrtätige Bettruhe. Für Menschen mit Gehirnerschütterung ist es wichtig, vor Licht und Geräuschen abgeschirmt zu sein und rund um die Uhr in einer Klinik unter Überwachung zu stehen. Gegebenenfalls ist es notwendig, die Symptome Kopfschmerzen und Übelkeit durch Medikamente zu behandeln.

Bei Kopfverletzungen mit schwereren Gehirnverletzungen wie einer Gehirnprellung oder Gehirnquetschung ist eine engmaschige Überwachung für einige Tage in der Klinik wichtig. Eine anhaltende Bewusstseinstrübung macht möglicherweise auch eine Überwachung auf der Intensivstation nötig. Wiederholte Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren (CT, MRT), um Blutungen sowie eine entstehende Wasseransammlung in den verletzten Gehirnbereichen (Hirnödem) so früh wie möglich zu erkennen, sind bei der Therapie solcher Kopfverletzungen mit mit Hirnbeteiligung ebenfalls unerlässlich. Bei einem Hirnödem nimmt durch die Wassereinlagerung entweder örtlich begrenzt oder im gesamten Gehirn das Volumen deutlich zu. Da das knöcherne Schädeldach diesem größeren Volumen nicht nachgeben kann, ist es möglich, dass sich der Druck innerhalb des Schädels schnell lebensbedrohlich erhöht. Gehirnverletzungen mit Hirnödem sind deswegen konsequent durch entwässernde Medikamente zu behandeln.

Weiterlesen: Kopfverletzungen: Therapie – Schädelbruch (Schädelfraktur)

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