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Kopfverletzungen
KopfverletzungenHirnblutungStand: 19. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei allen Kopfverletzungen kann auch eine Blutung innerhalb des Schädels (Hirnblutung) vorliegen, die keine von außen erkennbaren Symptome auslöst. Dabei unterscheidet man die epidurale, subdurale und intrazerebrale Hirnblutung. Als Folgen von Sportunfällen entstehen meist subdurale oder epidurale Blutungen. Eine subdurale Blutung ist eine Hirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der sogenannten Spinngewebshaut (Arachnoidea). Die Einblutung ist meist flächenhaft und sichelförmig. Je nach Ausprägung der Hirnblutung können entweder sofort nach der Kopfverletzung (akutes subdurales Hämatom) oder erst Stunden bis Tage später (chronisch subdurales Hämatom) Symptome einer Bewusstseinsstörung auftreten. Bei Kopfverletzungen mit größeren akuten Einblutungen sind die Pupillen bei Lichteinfall unterschiedlich groß (Anisokorie). Kurz nach der Kopfverletzung kann eine schwere subdurale Hirnblutung lebensbedrohliche Symptome auslösen: eine Eintrübung des Bewusstseins, Bewusstlosigkeit und Streckkrämpfe sind möglich. Ein chronisch subdurales Hämatom entwickelt zwar nicht so dramatische Symptome, kann aber unbehandelt ebenfalls tödlich enden. Bei Kopfverletzungen mit einem solchen Bluterguss treten meist nach Stunden oder Tagen Kopfschmerzen, ein Druckgefühl sowie eher allgemeine Symptome wie Merkschwäche, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit und Wesensveränderungen auf. Im weiteren Verlauf können Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit hinzukommen. Die epidurale Blutung ist eine Hirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und dem Schädelknochen. Da hier meistens arterielle Blutungen vorliegen, sammelt sich rasch sehr viel Blut im epiduralen Raum an. Aufgrund der dadurch entstehenden Druckerhöhung innerhalb des Schädels können Kopfverletzungen mit epiduralen Blutungen schnell lebensbedrohliche Symptome hervorrufen. Ein für eine epidurale Hirnblutung typisches Anzeichen ist das beschwerdefreie Intervall: Zuerst tritt eine kurze Phase der Bewusstlosigkeit auf, gefolgt von einer vermeintlich beschwerdefreien Phase. Im weiteren Verlauf fallen die Betroffenen in eine tiefe Bewusstlosigkeit, wobei sie schwere neurologische Symptome zeigen und ihre Pupillen unterschiedlich groß sind. Bei Kopfverletzungen mit ausgeprägten Einblutungen tritt nach kurzer Zeit eine Ateminsuffizienz, eventuell auch ein Atemstillstand auf. Weiterlesen: Kopfverletzungen: Diagnose Das könnte Sie auch interessieren
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