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Kopfverletzungen

Kopfverletzungen: Definition

Stand: 19. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Kopfverletzungen sind die Folgen von Krafteinwirkungen von außen auf den Kopf: Durch einen Sturz, Aufprall, Stoß oder Schlag auf den Kopf (z.B. bei einem Sport- oder Verkehrsunfall) entsteht eine Verletzung am Schädel, wobei das Gehirn mitbeteiligt sein kann oder auch nicht. Die Schädelverletzung kann folgende Ausmaße haben:

  • Schädelprellung oder
  • Schädelbruch (Schädelfraktur), wobei verschiedene Teile des Schädelknochens betroffen sein können:
    • das Nasenbein (Nasenbeinbruch),
    • das Schädeldach (Kalottenfraktur),
    • die Schädelbasis (Schädelbasisbruch) oder
    • der Gesichtsschädel (Gesichtsschädelfraktur)

Eine Schädelverletzung mit Hirnbeteiligung, durch die das Hirngewebe verletzt oder in seiner Funktionalität gestört ist, bezeichnet man als Schädel-Hirn-Trauma. Derartige Kopfverletzungen teilt man wiederum in geschlossene Schädel-Hirn-Verletzungen (Hirnhäute = intakt) und offene Verletzungen (Hirnhäute = verletzt) ein. Die Gehirnverletzungen selbst untergliedert man per Definition wie folgt:

  1. Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) mit keiner oder nur sehr geringer Gewebeveränderung des Gehirns
  2. Gehirnprellung (Contusio cerebri) mit örtlich begrenzter Gewebeveränderung der Gehirnsubstanz (Rindenprellungsherd)
  3. Gehirnquetschung (Compressio cerebri) mit deutlich veränderten Gewebeanteilen im Gehirn

Kopfverletzungen, bei denen eine stark blutende Platzwunde vorliegt, können wesentlich ernster erscheinen, als sie tatsächlich sind. Im Gegensatz dazu sind lebensbedrohliche Gehirnschädigungen äußerlich oft nur sehr schwer festzustellen. Eine wirklich schwerwiegende Kopfverletzung kann daher leicht unerkannt bleiben.

Häufigkeit

Kopfverletzungen entstehen mit großer Häufigkeit durch Unfälle im Verkehr, Haushalt oder Sport. So können sich Sportler vor allem durch Stürze – beispielsweise beim Radfahren, Reiten, Skifahren, Inlineskating oder Turnen – am Kopf verletzen, aber auch bei Kontaktsportarten (wie Boxen, Fußball, Handball, Eishockey) besteht ein Risiko für Kopfverletzungen mit Beteiligung von Schädel und Gehirn. Im Schulsport kommt es bei etwa 13 Prozent aller Sportunfälle zu allgemeinen Kopfverletzungen. Jedes Jahr haben in Deutschland etwa 180 von 100.000 Menschen ein leichtes und etwa 15 bis 20 von 100.000 Menschen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Weiterlesen: Kopfverletzungen: Ursachen

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