Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Kopfverletzung: Hirnblutung

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (15. Juli 2014)

Bei jeder Kopfverletzung kann auch ohne von außen erkennbare Symptome eine Hirnblutung vorkommen. Je nach Lage unterscheidet man epidurale, subdurale und intrazerebrale Hirnblutungen (d.h. Blutungen im Hirngewebe selbst). Als Folge von Sportunfällen entsteht meist eine subdurale oder epidurale Gehirnblutung.

Eine subdurale Blutung ist eine Gehirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der sogenannten Spinngewebshaut (Arachnoidea). Die Einblutung ist meist flächenhaft und sichelförmig. Typischerweise löst die Hirnblutung Symptome einer Bewusstseinsstörung aus. Diese können – je nach Ausprägung der Blutung – entweder sofort oder erst Stunden bis Tage nach der Kopfverletzung auftreten:

  • Bei einer Kopfverletzung mit größerer subduraler Einblutung innerhalb kurzer Zeit (sog. akutes subdurales Hämatom) sind die Pupillen bei Lichteinfall unterschiedlich groß (sog. Anisokorie). Eine schwere Hirnblutung kann sofort lebensbedrohliche Symptome auslösen – möglich sind:
  • Bei einer Kopfverletzung mit leichterer subduraler Blutung (Sickerblutung) vergrößert sich die Einblutung nur allmählich (sog. chronisches subdurales Hämatom). Eine solche Hirnblutung verursacht zwar nicht so dramatische Symptome, kann aber unbehandelt ebenfalls tödlich enden. Meist verursacht ein chronisches Subduralhämatom Stunden oder Tage nach der Kopfverletzung:

Die epidurale Blutung ist eine Hirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und dem Schädelknochen. Da hier meistens arterielle Blutungen vorliegen, sammelt sich rasch sehr viel Blut im epiduralen Raum an. Weil sich dadurch der Druck im Schädel erhöht, kann eine Kopfverletzung mit epiduraler Hirnblutung schnell lebensbedrohliche Symptome hervorrufen. Ein typisches Anzeichen für eine epidurale Hirnblutung ist das beschwerdefreie Intervall:

  • Zuerst tritt eine kurze Phase der Bewusstlosigkeit auf,
  • gefolgt von einer vermeintlich beschwerdefreien Phase.
  • Später entwickelt sich eine tiefe Bewusstlosigkeit, wobei schwere neurologische Symptome auftreten und die Pupillen unterschiedlich groß sind.

Bei einer Kopfverletzung mit ausgeprägter Hirnblutung kommt es nach kurzer Zeit zu einer verminderten Atemfunktion (sog. Ateminsuffizienz), eventuell auch zum Atemstillstand.






Anzeige