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Kopfverletzung: Hirnblutung

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (14. Januar 2013)

Bei jeder Kopfverletzung kann es auch ohne von außen erkennbare Symptome zu einer Blutung innerhalb des Schädels – einer sogenannten Hirnblutung – kommen. Je nach Lage unterscheidet man die epidurale, subdurale und intrazerebrale Hirnblutung. Als Folge von Sportunfällen entsteht meist eine subdurale oder epidurale Gehirnblutung.

Eine subdurale Blutung ist eine Gehirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der sogenannten Spinngewebshaut (Arachnoidea). Die Einblutung ist meist flächenhaft und sichelförmig. Je nach Ausprägung der Hirnblutung können entweder sofort (sog. akutes subdurales Hämatom) oder erst Stunden bis Tage nach der Kopfverletzung (sog. chronisch subdurales Hämatom) Symptome einer Bewusstseinsstörung auftreten. Bei Kopfverletzungen mit größeren akuten Einblutungen sind die Pupillen bei Lichteinfall unterschiedlich groß (sog. Anisokorie). Eine schwere subdurale Hirnblutung kurz nach der Kopfverletzung kann lebensbedrohliche Symptome auslösen: eine Eintrübung des Bewusstseins, Bewusstlosigkeit und Streckkrämpfe sind möglich.

Eine erst später nach der Kopfverletzung auftretende (also chronisch) subdurale Hirnblutung verursacht zwar nicht so dramatische Symptome, kann aber unbehandelt ebenfalls tödlich enden. Bei Kopfverletzungen mit einem solchen Bluterguss treten meist nach Stunden oder Tagen Kopfschmerzen, ein Druckgefühl sowie eher allgemeine Symptome wie Merkschwäche, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit und Wesensveränderungen auf. Im weiteren Verlauf können Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit hinzukommen.

Die epidurale Blutung ist eine Hirnblutung zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und dem Schädelknochen. Da hier meistens arterielle Blutungen vorliegen, sammelt sich rasch sehr viel Blut im epiduralen Raum an. Aufgrund der dadurch entstehenden Druckerhöhung innerhalb des Schädels kann eine Kopfverletzung mit epiduraler Hirnblutung schnell lebensbedrohliche Symptome hervorrufen.

Ein für eine epidurale Hirnblutung typisches Anzeichen ist das beschwerdefreie Intervall: Zuerst tritt eine kurze Phase der Bewusstlosigkeit auf, gefolgt von einer vermeintlich beschwerdefreien Phase. Im weiteren Verlauf verursacht die Kopfverletzung mit epiduraler Hirnblutung eine tiefe Bewusstlosigkeit, wobei schwere neurologische Symptome auftreten und die Pupillen unterschiedlich groß sind. Bei Kopfverletzungen mit ausgeprägten Einblutungen kommt es nach kurzer Zeit zu einer verminderten Atemfunktion (sog. Ateminsuffizienz), eventuell auch zum Atemstillstand.






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