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Autogenes Training

Wirkung

Stand: 27. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Autogenes Training hat die folgende Wirkung:

  • Die Muskelspannung nimmt ab,
  • die Herzfrequenz ist herabgesetzt,
  • die Blutgefäße erweitern sich, wodurch die Durchblutungsrate erhöht ist,
  • die Atemfrequenz ist herabgesetzt,
  • die Darmtätigkeit ist angeregt.

Die Übenden schenken ihrer Außenwelt während der Selbstentspannung durch autogenes Training weniger Aufmerksamkeit und konzentrieren sich auf ihre inneren, psychischen Zustände. Sie befinden sich sozusagen in einem Zustand der Selbstversenkung. Darüber hinaus erhöht das autogene Training die Wahrnehmungsschwellen in den Sinnesorganen. Diese Wirkung lässt sich zum Beispiel in der Schmerztherapie nutzen, da autogenes Training über die Erhöhung der Schmerzschwelle den Schmerz lindern oder sogar beseitigen kann.

Wer damit beginnt, autogenes Training zu lernen, ist innerhalb von wenigen Wochen nach Beginn des regelmäßigen Übens in der Lage, die zunächst autosuggestiv ausgelösten (d.h. bewusst selbst herbeigeführten) vegetativen Reaktionen des Körpers zu verinnerlichen. Deren Auftreten lässt sich dann durch die Einnahme einer entsprechenden Übungshaltung beschleunigen. Auf diese Weise können die Übenden innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten einen Versenkungszustand ihres Bewusstseins erreichen, den sie jederzeit wieder unterbrechen können.

Wenn ein Kurs für autogenes Training beendet ist und die Teilnehmer die Technik beherrschen, ist es wichtig, die Übungen weiter regelmäßig durchzuführen. Bei einigen Grunderkrankungen, wie etwa einer Angststörung, stellt sich die therapeutische Wirkung des autogenen Trainings möglicherweise erst nach ein paar Wochen oder mehreren Monaten ein.

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