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Migräne

Triggerfaktoren

Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Neben den eigentlichen Migräne-Ursachen spielen die Auslöser, die sogenannten Triggerfaktoren (engl.: trigger = Auslöser), eine wichtige Rolle. Trigger sind verschiedenartige Auslöser, die eine Migräneattacke bewirken können. Betroffene verwechseln häufig diese Triggerfaktoren mit den biologischen Migräne-Ursachen. Es sind verschiedene auslösende Faktoren für Migräne-Anfälle bekannt, zum Beispiel hormonelle Einflüsse, Stress oder bestimmte Nahrungsmittel. Sehr wahrscheinlich spielen aber weniger einzelne Faktoren eine Rolle bei der Migräne, sonder mehr das Zusammentreffen verschiedener Auslöser.

Stress

Typischerweise treten Migräneattacken nicht dann auf, wenn der Stress am größten ist, sondern entweder in der Erwartung des kommenden Stresses oder in der Phase des Entspannens. Die sogenannten "Wochenend-Migränen" treten also genau dann auf, wenn nach einer anstrengenden Woche die ersehnte Erholung am Wochenende folgt.

Gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus

Der Auslöser einer Migräneattacke kann außerdem ein Wechsel im Schlaf-Wach-Rhythmus sein. Folgende Situationen sind dafür typisch: Die Nacht ist plötzlich kürzer als gewöhnlich, ein unvorhergesehenes "Schläfchen" am Tag oder das Ausschlafen am Wochenende bringen den gewohnten Rhythmus durcheinander.

Hormonelle Einflüsse

Als Auslöser von Migräne sind außerdem hormonelle Einflüsse bekannt. Solche hormonelle Schwankungen sind besonders bei Frauen gegeben: Sie sind bei Frauen typische Migräne-Auslöser. So leiden viele Betroffene gerade während der Periode oder des Eisprungs unter Migräne. Auch orale Kontrazeptiva wie die Pille oder Hormonpräparate zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren können Migräne-Anfälle auslösen. Andererseits können während der Schwangerschaft die Anfälle oft völlig ausbleiben oder in den Wechseljahren (Klimakterium) in ihrer Häufigkeit abnehmen.

Nahrungsmittel

Manche Menschen reagieren auch empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade oder Käse. Dabei ist aber noch nicht klar, ob diese tatsächlich eine Migräneattacke auslösen können. Auch Alkohol (insbesondere Rotwein), aus der asiatischen Küche bekannte Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat) sowie Schwankungen des Koffeinspiegels können als Migräne-Ursachen nicht ausgeschlossen werden. Die Auslöser (Trigger) einer Migräne sind jedoch individuell sehr unterschiedlich.

Kombination

Meist kommen mehrere Triggerfaktoren zusammen, die zu einer Migräneattacke führen. Dies erklärt auch, warum ein Faktor allein nicht jedes Mal als Migräne-Auslöser erkennbar ist. Es gibt aber auch Migräneanfälle, die sich ohne erkennbare oder erklärbare äußere Einflüsse bemerkbar machen.

Weiterlesen: Migräne: Symptome

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