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Migräne

Migräne: Definition

Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Migräne ist laut Definition eine bestimmte Form von Kopfschmerzen. Der Begriff Migräne ist von dem französischen Wort la migraine (der Kopfschmerz) abgeleitet. Da die Schmerzen meist nur auf der einen Seite des Kopfs auftreten, verwenden Ärzte manchmal auch die griechische Bezeichnung Hemikranie (Kopfschmerz in einer Kopfhälfte).

Migräne-Kopfschmerzen sind anfallsartig auftretende, periodisch wiederkehrende Kopfschmerzen, die meistens nur eine Kopfhälfte betreffen. Gleichzeitig treten oft weitere Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen auf. Häufig treten diese Kopfschmerzen zusammen mit einer sogenannten Aura auf. Darunter versteht man verschiedene Wahrnehmungsstörungen, wie zum Beispiel Schwindel, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen , falsche Geschmacks- oder Geruchsempfindungen, Lähmungserscheinungen (Paresen), Sprachstörungen (Aphasie) oder Geräuschwahrnehmungen, ohne dass ein entsprechender äußerer Reiz vorhanden ist.

Eine Migräneattacke kann in verschiedenen Phasen verlaufen. Allerdings müssen nicht bei jedem Betroffenen alle Phasen tatsächlich auftreten – manche durchlaufen alle Phasen, andere nur zwei oder drei. Die vier Phasen der Migräne sind:

  1. Vorphase (Prodromalphase): In der Vorphase kann sich eine Migräne durch sogenannte "Plus-Faktoren" ankündigen. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Reizbarkeit, Anfälle von Heißhunger, Hyperaktivität und eine Überempfindlichkeit der Sinneseindrücke als erste Zeichen einer nahenden Migräneattacke. Ihnen stehen entsprechende "Minus-Faktoren" gegenüber, unter denen Mediziner Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Verstopfung (Obstipation) zusammenfassen. Etwa bei der Hälfte der Betroffenen kündigt sich eine akute Migräne in einer Vorphase an.
  2. Kopfschmerzphase: Die für Migräne typischen Kopfschmerzen (stechend, bohrend, pochend, krampfartig oder pulsierend) nehmen meist langsam über Stunden zu. Der Schmerz tritt meistens nur einseitig auf – allerdings kann die Seite während des akuten Migräneanfalls wechseln. Die Kopfschmerzphase bei Migräne geht häufig einher mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmüberempfindlichkeit. Bei Bewegungen bzw. Anstrengung werden die Beschwerden stärker. Aufgrund dieser Begleiterscheinungen ist es für die Betroffenen häufig angenehm, in abgedunkelten Räumen zur Ruhe zu kommen. Die Dauer der Kopfschmerzphase liegt normalerweise zwischen 4 und 72 Stunden, bei Kindern auch kürzer.
  3. Rückbildungsphase: Die Migräne-Symptome nehmen ab, die Betroffenen fühlen sich müde und abgespannt. Außerdem treten häufig Symptome auf, die denen der Vorphase entgegenstehen, zum Beispiel Appetitlosigkeit.
  4. Erholungsphase: Bis zur vollständigen Erholung von der Migräneattacke kann einige Zeit vergehen.

Bei etwa 10 bis 15 Prozent der Betroffenen mit Migräne tritt neben diesen Phasen auch eine sogenannte Aura auf. Dabei handelt es sich um Sehstörungen wie Lichtblitze oder Flimmern vor den Augen. Teilweise treten auch Sprach- und Sprechstörungen auf. In schweren Fällen sind Betroffene für die Dauer des Migräneanfalls halbseitig gelähmt.

Weiterlesen: Migräne: Definition – Häufigkeit

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