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Stand: 18. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim episodenhaft verlaufenden Cluster-Kopfschmerz ist neben der Therapie akuter Schmerzattacken eine sogenannte Intervalltherapie wichtig, um weitere Attacken zu verhindern. Zu dieser Prophylaxe ist besonders Verapamil geeignet, daneben auch Glukokortikoide (Kortison). Als Alternative kommen außerdem Methysergid, Lithium oder eventuell Valproinsäure infrage.
Glukokortikoide kommen zur Cluster-Kopfschmerz-Therapie vor allem zusätzlich beziehungsweise überbrückend zum Einsatz, bis beispielsweise Verapamil wirkt. Wenn die Cluster-Kopfschmerz-Attacken immer zur gleichen Tageszeit beziehungsweise Stunde auftreten, bietet sich zur Intervalltherapie Dihydroergotamin an, das zwei Stunden vor einer Schmerzattacke anzuwenden ist.
Beim chronisch verlaufenden Cluster-Kopfschmerz ist die Therapie schwieriger. In der Regel erfolgt eine Dauertherapie mit Verapamil oder Lithium, da man die übrigen Medikamente nur eine bestimmte Zeit lang verwenden kann. Manchmal ist es bei chronischem Cluster-Kopfschmerz für eine erfolgreiche Behandlung jedoch nötig, mehrere Medikamente zu kombinieren. Es ist ratsam, etwa alle sechs Monate zu versuchen, die Medikamente wieder zu reduzieren. Klären Sie die genaue Behandlung individuell mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie durch den chronischen Cluster-Kopfschmerz stark beeinträchtigt sind und nicht auf die übliche Therapie ansprechen, kommt zusätzlich eine sogenannte Neuromodulation infrage: Hierbei sollen elektrische Reize die schmerzhaften Nervenreize unterdrücken und so die Häufigkeit und Schwere Ihrer Schmerzattacken verringern. Hierzu bieten sich verschiedene invasive Verfahren an, zum Beispiel die sogenannte tiefe Hirnstimulation (THS) am hinteren Hypothalamus über einen sogenannten Hirnschrittmacher oder die beidseitige Dauerstimulation des Okzipitalnervs (Nervus occipitalis).
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