Anzeige

Anzeige

Kopf-Hals-Tumor

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Kopf-Hals-Tumor ist eine bösartige (maligne) Erkrankung im Mund-Nasen-Rachen-Raum oder Hals. In Deutschland bilden sich die meisten Kopf-Hals-Tumoren in Mundhöhle, Kehlkopf und Rachen: Jedes Jahr treten etwa 4.000 neue Fälle von Kehlkopfkrebs sowie fast 13.000 Fälle von Mundhöhlenkrebs oder Rachenkrebs auf, wobei Männer deutlich häufiger betroffen sind als Frauen.

Als wichtigste Ursache für Kopf-Hals-Tumoren gilt Rauchen. Auch andere Arten von Tabakkonsum, übermäßiger Alkoholkonsum, Virusinfektionen (v.a. HPV), schlechte Mundhygiene und häufiger Kontakt mit Schadstoffen (z.B. Asbest) erhöhen das Risiko, einen Kopf-Hals-Tumor zu entwickeln.

Welche Beschwerden von einem Kopf-Hals-Tumor ausgehen, hängt von den jeweils betroffenen Bereichen und der Größe des Tumors ab: Während Tumoren in der Mundhöhle typischerweise mit einem Fremdkörpergefühl verbunden sind, bilden bei Rachenkrebs Schluckbeschwerden und bei Kehlkopfkrebs eher Heiserkeit die zunächst auffälligsten Symptome.

Eine sichere Diagnose bietet bei einem Kopf-Hals-Tumor eine Gewebeprobe, die der Arzt bei einer Spiegelung (Endoskopie) gewinnt. Um die geeignete Therapie festlegen zu können, ist es außerdem erforderlich, die Größe und Ausdehnung des Tumors genau zu bestimmen und festzustellen, ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben.

Die gegen einen Kopf-Hals-Tumor eingesetzte Behandlung zielt darauf ab, die wichtigsten Organfunktionen im Kopf-Hals-Bereich nach Möglichkeit zu erhalten, um die Lebensqualität der Betroffenen so wenig wie möglich einzuschränken. Bei den meisten Kopf-Hals-Tumoren sind eine Operation und eine Strahlentherapie empfehlenswert. Das Ausmaß der Operation richtet sich nach der Lage des Tumors und dem Stadium der Krebserkrankung. In selteneren Fällen bestrahlt man einen Kopftumor oder Halstumor auch ohne vorangegangene Operation. Als ergänzende Maßnahmen stehen die Chemotherapie und die Immuntherapie zur Verfügung.

Die Aussicht auf Heilung ist umso besser, je frühzeitiger es gelingt, einen Kopf-Hals-Tumor zu diagnostizieren. Wer dem Krebs vorbeugen möchte, sollte:

  • aufs Rauchen verzichtet,
  • den Alkoholkonsum einschränken und
  • auf eine sorgfältige Mundhygiene achten.


Apotheken-Notdienst

Anzeige