Kopf-Hals-Tumor: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

Der Begriff Kopf-Hals-Tumor bezeichnet eine Vielzahl von Krebserkrankungen, die im Bereich von Kopf und Hals auftreten können. Im Einzelnen können Kopf-Hals-Tumoren folgende Bereiche betreffen:

  • Mund bzw. Mundhöhle (Mundhöhlenkrebs):
    • Lippe
    • Zunge
    • Mundboden
    • Zahnfleisch
    • Gaumen
    • Speicheldrüsen
  • Rachen (Rachenkrebs)
  • Kehlkopf (Kehlkopfkrebs)
  • Nase und Nasennebenhöhlen (Nasenkrebs, Nasennebenhöhlenkrebs)
  • der äußere Hals (z.B. bei Schilddrüsenkrebs)

Dabei ist die Tumorart davon abhängig, aus welcher Art Gewebe der Kopf-Hals-Tumor entsteht. Kopf-Hals-Tumoren treten als folgende Tumorarten auf:

  • Karzinome, die sich aus der Schleimhaut entwickeln (die meisten dieser Kopf-Hals-Tumoren sind sogenannte Plattenepithelkarzinome),
  • Lymphome, die ihren Ursprung im lymphatischen Gewebe haben (die häufigsten Lymphome sind Non-Hodgkin-Lymphome), und
  • Sarkome, die sich vom Binde- und Stützgewebe ableiten.

Häufigkeit

In Deutschland entwickeln schätzungsweise 50 von 100.000 Menschen jährlich einen Kopf-Hals-Tumor – mit größter Häufigkeit ist dabei der Mundhöhlen- und Rachenbereich betroffen: Jedes Jahr treten etwa 13.000 neue Fälle von Mundhöhlenkrebs und Rachenkrebs auf, wobei Männer fast 3-mal öfter vertreten sind als Frauen.

Damit bilden Kopf-Hals-Tumoren in Mundhöhle und Rachen bei Männern die fünfthäufigste Krebserkrankung überhaupt.

Der am häufigsten von einem Kopf-Hals-Tumor betroffene Einzelbereich ist dagegen der Kehlkopf: Kehlkopfkrebs tritt in Deutschland jedes Jahr bei etwa 3.600 Männern und 500 Frauen auf.

Überwiegend tritt der Kopf-Hals-Tumor nach dem 60. Lebensjahr auf; die Häufigkeit von Kopf-Hals-Tumoren bei jüngeren Menschen steigt jedoch, wofür man unter anderem den schon frühen Konsum von Nikotin und Alkohol verantwortlich macht. In manchen Gegenden der Welt sind Tumoren im Bereich von Kopf und Hals aufgrund verbreiteter Gewohnheiten, die zu den Risikofaktoren für Krebs im Kopf-Hals-Bereich zählen (z.B. Kauen von Kautabak oder Betelnuss), besonders häufig.


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