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Kontaktallergie, Kontaktdermatitis (allergisches Kontaktekzem)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2014)

Bei einer Kontaktallergie reagiert die Haut überempfindlich auf direkte Berührung mit einem bestimmten Stoff: Es entsteht eine allergische Kontaktdermatitis (allergisches Kontaktekzem) an der Kontaktstelle mit geröteter, geschwollener, nässender und / oder juckender Haut, Bläschen oder Schuppen.

Kontaktallergien sind recht weit verbreitet und können die unterschiedlichsten Auslöser haben. Die häufigste Kontaktallergie ist die Nickelallergie. Aber auch beispielsweise Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Reinigungsmittel und Gerbstoffe sowie Pflanzen (z.B. Ringelblumen, Arnika) können eine allergische Kontaktdermatitis auslösen.

In jedem Fall entwickelt sich die Kontaktallergie typischerweise im Lauf der Zeit durch wiederholte Kontakte – entsprechend sind bestimmte Berufsgruppen gehäuft betroffen, so zum Beispiel Friseure (allergisches Kontaktekzem durch Shampoos, Haarsprays, Haartönungen und -färbungen) und Reinigungspersonal (allergische Kontaktdermatitis durch Haushaltsreiniger).

Bis sich bei einer bestehenden Kontaktallergie nach einem Hautkontakt mit dem allergieauslösenden Stoff eine allergische Kontaktdermatitis entwickelt, dauert es allerdings eine Weile: Die Kontaktallergie ist eine Allergie vom Typ IV (sog. Spättyp), die durch eine verzögerte Reaktion gekennzeichnet ist: Erste Anzeichen für ein allergisches Kontaktekzem treten frühestens 12 Stunden nach Kontakt mit dem auslösenden Stoff auf, meist erst 24 Stunden danach, manchmal noch später.

Typischerweise tritt die allergische Kontaktdermatitis genau dort auf, wo die Haut mit dem allergieauslösenden Stoff direkt in Berührung kam: So sind zum Beispiel bei einer Kontaktallergie gegen Haushaltsreiniger vor allem die Hände betroffen, während eine Kontaktallergie gegen Duftstoffe in Haarspray ein allergisches Kontaktekzem im Gesicht zur Folge haben kann.

Ekzem: Video

Bei einer Kontaktallergie besteht die Behandlung in erster Linie darin, den verantwortlichen Stoff zu meiden. Gegen eine akute allergische Kontaktdermatitis reicht meist eine äußerliche Behandlung: Dazu sind Glukokortikoide geeignet. Wer ein chronisches allergisches Kontaktekzem hat, benötigt außerdem eine besondere Hautpflege, um die gestörte Barrierefunktion der Haut wiederherzustellen.






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