Anzeige

Anzeige

Kontaktallergie, Kontaktdermatitis (Kontaktekzem)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (31. August 2015)

© Jupiterimages/Fuse

Bei einer Kontaktallergie reagiert die Haut überempfindlich auf direkte Berührung mit einem bestimmten Stoff: An der Kontaktstelle entsteht dann eine Kontaktdermatitis (Kontaktekzem)  mit geröteter, geschwollener, nässender und / oder juckender Haut, Bläschen oder Schuppen.

Die Kontaktallergie ist recht weit verbreitet und kann die unterschiedlichsten Auslöser haben. Am häufigsten ist eine allergische Kontaktdermatitis auf eine Nickelallergie zurückzuführen. Aber auch beispielsweise Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Reinigungsmittel und Gerbstoffe sowie Pflanzen (z.B. Ringelblumen, Arnika) können ein allergisches Kontaktekzem verursachen.

In jedem Fall entwickelt sich die Kontaktallergie erst im Lauf der Zeit durch wiederholte Kontakte – entsprechend sind bestimmte Berufsgruppen gehäuft betroffen, so zum Beispiel Friseure (allergisches Kontaktekzem durch Shampoos, Haarsprays, Haartönungen und -färbungen) und Reinigungspersonal (allergische Kontaktdermatitis durch Haushaltsreiniger).

Bis ein Kontaktallergiker nach Hautkontakt mit dem allergieauslösenden Stoff eine Kontaktdermatitis entwickelt, dauert es allerdings eine Weile: Die Kontaktallergie ist eine Allergie vom Typ IV (sog. Spättyp), die durch eine verzögerte Reaktion gekennzeichnet ist: Erste Anzeichen für ein allergisches Kontaktekzem treten frühestens 12 Stunden nach Kontakt mit dem auslösenden Stoff auf, meist erst 24 Stunden danach, manchmal noch später.

Typischerweise tritt die allergische Kontaktdermatitis genau dort auf, wo die Haut mit dem allergieauslösenden Stoff direkt in Berührung kam: So sind zum Beispiel bei einer Kontaktallergie gegen Haushaltsreiniger die Hände besonders betroffen, während eine Kontaktallergie gegen Duftstoffe in Haarspray ein allergisches Kontaktekzem im Gesicht zur Folge haben kann.

Ekzem: Video

Die Behandlung einer Kontaktallergie besteht in erster Linie darin, den verantwortlichen Stoff zu meiden. Gegen eine akute allergische Kontaktdermatitis reicht meist eine äußerliche Behandlung: Dazu sind Glukokortikoide geeignet. Wer ein chronisches allergisches Kontaktekzem hat, benötigt außerdem eine besondere Hautpflege, um die gestörte Barrierefunktion der Haut wiederherzustellen.



Anzeige