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Kontaktallergie, Kontaktdermatitis (Kontaktekzem): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (31. August 2015)

Eine Kontaktallergie macht zur Therapie vor allem eins notwendig: die allergieauslösenden Stoffe (sog. Kontaktallergene) zu meiden! Nur so lässt sich verhindern, dass eine allergische Kontaktdermatitis (allergisches Kontaktekzem) entsteht.

Wenn sich wegen der Kontaktallergie eine Kontaktdermatitis gebildet hat, reicht meistens eine örtliche Behandlung mit äußerlich wirkenden Mitteln. Gegen ein allergisches Kontaktekzem besonders geeignet sind Glukokortikoide (z.B. Hydrokortison) oder Antihistaminika in Form von Salben oder Cremes: Sie sorgen dafür, dass der typische Juckreiz schnell verschwindet und die Haut abheilt. Eine akute allergische Hautreaktion können Sie außerdem durch Kühlen sowie durch feuchte Umschläge lindern.

Haben Sie wegen einer Kontaktallergie ein chronisches Kontaktekzem, ist zur Therapie zusätzlich eine Pflege der Haut nötig, um die gestörte Barrierefunktion wiederherzustellen. Dazu stehen spezielle Hautpflegemittel zur Verfügung. Achtung: Wenn Sie ungeeignete Mittel (z.B. mit allergenen Bestandteilen oder mit ungünstigem Fettgehalt) verwenden, riskieren Sie, dass das Ekzem langsamer abheilt und hautschädigende Stoffe stärker wirken. Neben der Hautpflege bietet sich auch eine UV-Therapie an: Vor allem bei einem chronischen Handekzem ist der Einsatz von UVB-Strahlen und PUVA (Psoralen + UVA-Strahlen) hilfreich.

Nur wenn die örtliche Behandlung der Kontaktallergie nicht ausreichend hilft, kommen Medikamente in Tablettenform infrage. Der geeignete Wirkstoff ist individuell zu bestimmen: Besonders wenn Sie ein akutes, schweres und nicht auf die örtliche Therapie ansprechendes ausgedehntes allergisches Kontaktekzem haben, kann es sinnvoll sein, dass Sie kurzzeitig (ca. 3–14 Tage) ein Glukokortikoid (z.B. Ciclosporin) in Tablettenform einnehmen. Gegen ein chronisches Handekzem können hingegen Alitretinoin-Tabletten helfen.

Die einzige Möglichkeit, gegen die Ursachen einer Allergie – die Überempfindlichkeit gegenüber einem bestimmten Stoff – vorzugehen, ist die sogenannte Hyposensibilisierung. Bei der Kontaktallergie ist eine solche Therapie allerdings nicht möglich.



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