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Kontaktallergie, Kontaktdermatitis (allergisches Kontaktekzem): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2014)

Eine Kontaktallergie beziehungsweise eine allergische Kontaktdermatitis (allergisches Kontaktekzem) macht zur Therapie vor allem eins notwendig: die allergieauslösenden Stoffe (Kontaktallergene) zu meiden!

Wenn sich infolge der Kontaktallergie eine allergische Kontaktdermatitis gebildet hat, reicht meistens eine örtliche Therapie mit äußerlich wirkenden Mitteln. Gegen ein allergisches Kontaktekzem besonders geeignet sind Glukokortikoide (wie z.B. Hydrokortison) oder Antihistaminika in Form von Salben oder Cremes: Sie sorgen dafür, dass der für Kontaktallergien typische Juckreiz schnell verschwindet und die Haut abheilt. Eine akute Kontaktdermatitis können Sie außerdem durch Kühlen sowie durch feuchte Umschläge lindern.

Gegen ein chronisches allergisches Kontaktekzem infolge der Kontaktallergie ist zur Therapie zusätzlich eine Pflege der Haut nötig, um die gestörte Barrierefunktion wiederherzustellen. Dazu stehen spezielle Hautpflegemittel zur Verfügung, denn: Wer ungeeignete Mittel (z.B. mit allergenen Bestandteilen oder mit ungünstigem Fettgehalt) verwendet, riskiert, dass das Ekzem langsamer abheilt und hautschädigende Stoffe stärker wirken. Neben der Hautpflege bietet sich auch eine UV-Therapie an: Vor allem bei einem chronischen Handekzem ist der Einsatz von UVB-Strahlen und PUVA (Psoralen + UVA-Strahlen) hilfreich.

Nur wenn die örtliche Behandlung der Kontaktallergie nicht ausreichend hilft, kommen zur Therapie Medikamente in Tablettenform infrage. Der geeignete Wirkstoff ist individuell zu bestimmen: Besonders wenn Sie ein akutes, schweres und nicht auf die örtliche Behandlung ansprechendes ausgedehntes allergisches Kontaktekzem haben, kann es sinnvoll sein, dass Sie kurzzeitig (ca. 3–14 Tage) ein Glukokortikoid (z.B. Ciclosporin) in Tablettenform einnehmen. Gegen ein chronisches Handekzem können hingegen Alitretinoin-Tabletten helfen.

Die einzige Möglichkeit, gegen die Ursachen einer Allergie – die Überempfindlichkeit gegenüber einem bestimmten Stoff – vorzugehen, ist die sogenannte Hyposensibilisierung. Bei der Kontaktallergie ist eine solche Therapie allerdings nicht möglich.






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