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KompartmentsyndromKompartmentsyndrom(Stand: 30. Oktober 2009) Ein Kompartmentsyndrom ist eine gestörte Durchblutung der Muskeln und begleitenden Nerven infolge eines stark erhöhten Gewebedrucks. Ausgelöst wird ein Kompartmentsyndrom überwiegend durch Verletzungen, bei denen sich Blutergüsse oder entzündliche Flüssigkeit bilden. Daher liegen häufig Knochenbrüche einem Kompartmentsyndrom zugrunde. Die vom Kompartmentsyndrom betroffenen Muskeln liegen in wenig dehnbaren Muskelkammern und sind von einer derben Muskelbinde, der sogenannten Faszie, umhüllt. Das Kompartmentsyndrom tritt vor allem am Unterarm und Unterschenkel auf, insbesondere im Bereich des vorderen Schienbeins (Schienbein-Kanten-Syndrom). Die mangelnde Blutversorgung kann dazu führen, dass im betroffenen Arm oder Bein Muskelgewebe abstirbt und Lähmungserscheinungen auftreten. Im akuten Stadium der Erkrankung treten erhebliche Schmerzen und ein starkes Spannungsgefühl in der Muskulatur auf. Die für ein Kompartmentsyndrom typischen Beschwerden und eine Druckmessung im Gewebe von Unterarm beziehungsweise Unterschenkel sind entscheidend für die Diagnostik. Wenn die Diagnose feststeht, erfolgt bei akutem Verlauf möglichst bald eine Operation der betroffenen Gliedmaße, um Folgeschäden zu vermeiden. Bei erfolgreicher Behandlung ist die Prognose gut. Wird das Kompartmentsyndrom nicht behandelt, kommt es nachfolgend zu bleibenden Funktionseinschränkungen von Muskeln und Gelenken. Weiterlesen: Kompartmentsyndrom: Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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