Kompartmentsyndrom: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Januar 2016)

Einem Kompartmentsyndrom kann man wirksam vorbeugen: Voraussetzung hierfür ist eine angemessene und rechtzeitige Versorgung von Durchblutungsstörungen bei Muskeln, die in Muskellogen (d.h. in engen, wenig dehnbaren und von sehnenartiger Muskelhaut umschlossenen Kammern) liegen:

  • So ist es bei schwerwiegenderen Verletzungen am Unterarm oder Unterschenkel ratsam, den Arm beziehungsweise das Bein hoch zu lagern, damit das Blut leichter aus dem Gewebe abfließen kann.
  • Eine sorgfältige Blutstillung und eine regelmäßige Kontrolle der Gefäß- und Nervenfunktion helfen, ein Kompartmentsyndrom zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen.
  • Wenn viel Blut oder größere Mengen entzündlicher Flüssigkeit in das Gewebe eintreten, ist es mitunter sinnvoll, diese Flüssigkeit aus dem Wundgebiet über einen operativ angelegten Schlauch (sog. Drainage) abzuleiten.
  • Beim Anlegen von Verbänden ist darauf zu achten, dass sie die Muskulatur nicht einschnüren.

Wenn Sie nach einer Verletzung oder Operation Anzeichen für ein Kompartmentsyndrom verspüren, ist es wichtig, dass Sie die betroffene Region tief lagern und umgehend ärztlich versorgen lassen.


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