Kompartmentsyndrom: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Januar 2016)

Ein Kompartmentsyndrom verursacht meist akute Symptome, kann aber (je nach Ursache für den krankhaften Druckanstieg in der betroffenen Muskelloge) auch chronisch auftreten.

Akutes Kompartmentsyndrom

Die für ein akutes Kompartmentsyndrom typischen Symptome sind starke Schmerzen in Verbindung mit einem Spannungsgefühl und einer Schwellung der betroffenen Region. Zunächst kann ein akutes Kompartmentsyndrom zu Gefühlsstörungen in dem von den geschädigten Nerven versorgten Gebiet führen. Ohne Behandlung können auch Lähmungen der Muskulatur hinzukommen.

Grundsätzlich kann jeder von Muskelbinden (Faszien) umschlossene Muskel ein akutes Kompartmentsyndrom entwickeln. Am häufigsten ist jedoch der Unterschenkel betroffen: In dem Fall sprechen manche Mediziner vom Tibialis-Anterior-Syndrom oder Schienbeinkantensyndrom.

(Allerdings sehen nicht alle Experten das Schienbeinkantensyndrom als eine Form des Kompartmentsyndroms an, sondern unterscheiden Kompartmentsyndrom und Schienbeinkantensyndrom voneinander.)

Verursacht ein akutes Kompartmentsyndrom Gefühlsstörungen, betreffen diese Symptome beim Tibialis-Anterior-Syndrom vor allem die Haut über dem Fußrücken in Höhe der Großzehe und deren benachbarter Zehe. Kommt es infolge des Syndroms im Unterschenkel zu Lähmungen, sind die Betroffenen häufig nicht mehr in der Lage, aktiv den Fuß oder die Zehen zu heben.

Chronisches Kompartmentsyndrom

Bei einem durch Muskelüberanstrengung entstandenen Kompartmentsyndrom machen sich die Symptome nicht ununterbrochen bemerkbar: Ein solches chronisches (oder auch funktionelles) Kompartmentsyndrom verursacht typischerweise Schmerzen, solange sich die Betroffenen sportlich betätigen. In Ruhe klingen die Symptome von selbst wieder ab.


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