Kindlicher Knick-Senkfuß: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Dezember 2014)

Ein kindlicher Knick-Senkfuß macht eine Therapie selten notwendig: In den meisten Fällen verschwindet die Fußfehlstellung bei den Kindern ohne Behandlung von alleine (spontan), wenn sich das Fußgewölbe mit der Reifung des Skeletts beziehungsweise des Körpers aufrichtet. Außerdem birgt auch ein leicht abgeflachtes Fußgewölbe im Erwachsenenalter keine Probleme oder Risiken.

Damit ein kindlicher Knick-Senkfuß auch ohne Therapie schnell wieder verschwindet oder gar nicht erst entsteht, ist vor allem eins wichtig: Lassen Sie Ihre Kinder viel barfuß laufen! Auch spielerische Fußgymnastik, wie Greifübungen mit den Zehen und Zehenspitzenstand, sind beim Knick-Senkfuß hilfreich.

Wenn ein kindlicher Knick-Senkfuß jedoch Fußschmerzen bereitet oder die Fehlstellung zunimmt, ist eine Therapie angebracht. Hierbei stehen folgende nicht-operative Maßnahmen an vorderster Stelle:

  • orthopädische Einlagen für die Schuhe und
  • krankengymnastische Übungen (bzw. Physiotherapie).
  • Bei übergewichtigen (adipösen) Kindern sind außerdem eine Ernährungsberatung und eine Diät empfehlenswert.

Nur wenn sich ein kindlicher Knick-Senkfuß trotz jahrelanger konservativer Therapie nicht bessert und deutliche Beschwerden (d.h. Laufprobleme durch belastungsabhängige starke Schmerzen am Fuß) verursacht, ist eine Operation ratsam. Zur operativen Behandlung von Knick-Senkfüßen stehen zwei Operationsarten zur Auswahl:

  • Die Weichteil-Operation soll den Zug der Muskeln verbessern, die das Fußgewölbe heben.
  • Die knöcherne Operation kommt bei schwerem Knick-Senkfuß in Verbindung mit Grunderkrankungen, die das Nervensystem betreffen, infrage.

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