Kindlicher Knick-Senkfuß: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Dezember 2014)

Ein kindlicher Knick-Senkfuß bereitet bei der Diagnose keine Schwierigkeiten: In der Regel reicht eine einfache Untersuchung des Fußes, bei der die Fußfehlstellung schon äußerlich relativ eindeutig zu erkennen ist. Dabei begutachtet der Arzt das innere Fußgewölbe, das bei einem Knick-Senkfuß abgeflacht beziehungsweise vollständig aufgehoben ist (Senkfuß); außerdem liegt eine verstärkte X-Stellung der Fersen vor (Knickfuß).

Um festzustellen, ob ein kindlicher Knick-Senkfuß physiologisch ist und sich demnach als normale Entwicklungsstufe beim Kleinkind gebildet hat oder ob die Fußverformung krankhaft ist, kommen zur Diagnose außerdem verschiedene Funktionstests zum Einsatz:

  • Zehenspitzenstand: Beim Zehenspitzenstand richtet sich das Fußgewölbe im Normalfall auf.
  • Beweglichkeit der Fußgelenke: Die Fußgelenke sind gewöhnlich ohne Schmerzen beweglich.
  • Podogramm (Fußabdruck): Der Fußabdruck zeigt eine normale kindliche Fußsilhouette.

Nur wenn ein kindlicher Knick-Senkfuß steif oder sehr stark ausgeprägt und mit Beschwerden verbunden ist, ist zur Diagnose zusätzlich eine Röntgenuntersuchung sinnvoll: Mit ihr kann der Arzt andere Ursachen für die Fehlstellung ausschließen.

Grundsätzlich macht es ein kindlicher Knick-Senkfuß notwendig, die Besonderheiten des wachsenden Skeletts bei der Diagnose zu berücksichtigen. In Zweifelsfällen oder bei einem schwereren Knick-Senkfuß sind Verlaufskontrollen in regelmäßigen Abständen empfehlenswert.


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