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Klaustrophobie: Psychoanalytische Ansätze

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (20. Juni 2013)

In psychoanalytischen Theorien vertritt man die Ansicht, dass Menschen mit Phobien wie einer Klaustrophobie ihre inneren Konflikte nach außen verlagern. Dieser Ansatz geht davon aus, dass der Phobiker nicht wirklich vor engen und geschlossenen Räumen Angst hat, sondern dass seine Furcht für eine unbewusste Fantasie steht, die symbolhaft mit engen Räumen in Verbindung steht. Die sichtbare Angst steht also eigentlich für eine innere Angst.

Neurobiologische Aspekte

Forscher, die sich mit den neurobiologischen Aspekten einer Angststörung wie der Klaustrophobie befassen, gehen davon aus, dass man nur dann eine Phobie entwickelt, wenn man dafür besonders anfällig ist. Demnach spielen nicht allein Umweltbedingungen eine Rolle, sondern auch eine individuelle Komponente, so zum Beispiel eine genetische Disposition (Veranlagung).

Wissenschaftler vermuten, dass das autonome Nervensystem von Angstpatienten von Geburt an besonders labil ist und leicht erregt wird, sodass die Personen besonders rasch Angst empfinden. Das autonome Nervensystem kontrolliert und reguliert die einzelnen Funktionen der inneren Organe, so zum Beispiel die Atmung. Zudem spielt die Balance verschiedener Botenstoffe im Hirn eine Rolle (z.B. Serotonin, Noradrenalin, Gamma-Aminobuttersäure), die bei Angstpatienten durcheinandergerät.

Darüber hinaus scheint das limbische System, ein bestimmter Teil des Gehirns, gegenüber dem von nicht-ängstlichen Personen Unterschiede aufzuweisen. Das limbische System ist wichtig für die Verarbeitung von Gefühlen.






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